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Die Deppen sind los!

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Ja, auch wenn man stets an das Gute im Menschen glaubt darf man doch nicht vergessen, dass dies oft überlagert, tief vergraben, unter ganz viel Blödheit liegen kann.

Erst einmal dieses Bild, was einen kleinen Teil der extrem doofen Baustelle quasi vor meinem Haus zeigt:

 

Die Straße ist aufgerissen (das zweite Mal innheralb von einem Jahr) und der Verkehr geht nur mehr oder minder in eine Richtung. Ist ja alles noch gar nicht so wild. Oder?

Nun gut. Schauen wir einmal genauer. Man sieht, dass dort eine Straßenbahn herfährt, schließlich sind die schienen frei. Da aber der Rest der Straße drumherum weg ist heißt das was? Genau. Straßenbahnen können fahren (was sie morgen wegen der Streiks mal wieder nicht tun werden *gna*), aber Autos eben nicht. Sieht das hier jemand anders? Nee? Gut.

Das taten auch die guten Baumenschen nicht. Die, welche die schöne Straße aufgerissen haben. Also bauten sie auf beiden Fahrbahnseiten eine Schranke auf. Das heißt, wenn ein/e U-Bahn-Fahrer/in (immer schön korrekt bleiben!) daher möchte, muss sie/er kurz vor der Schranke halten und ein Knöpfchen drücken. Das Hindernis klappt hoch (it’s Magic!) und die gute Bummelbahn darf durch. Wo könnte jetzt der Haken sein? Na? Kann mir das einer verraten?

Richtig! Der Haken liegt an den guten, lieben, netten und leider meist völlig verpeilten Autofahrern, welche keine Schilder lesen können, oder telefonieren beim Fahren, oder sich dabei die Fußnägel schneiden – wer weiß das schon – und einfach mal gemütlich hinter der Bahn hertrotten. (So ganz schnell noch unter die Schranke mit durch!) Dummdidumm. Gemüüütlich. Lala. Jaja. Und dann….

Platsch!

Ja, man kann es leicht erahnen. Da steckt ein Sprinter mitten in einem, wie für ihn geschaffenes Loch, voll moddrigem, nicht getrocknetem Beton oder irgendeiner anderen grauen Masse. (Ich bin ja kein Baumensch.) Cool, oder?

Das Schärfste an der Sache ist, dass dies der zweite „Reinfall“ dieser Art in wenigen Minuten war. Kurz zuvor, ich kam gerade gemütlich von der Arbeit, sah ich auf der anderen Seite, wie ein tiefer gelegter BMW (ja ihr Lieben, das kann kein Zufall sein), sich erst schön auf die Schienen gesetzt hat. Plöpp. Hier mag ich nicht mehr weg. *hihi* Das heißt, der gute Mensch, der da die nette U-Bahn fährt und sich vermutlich nach eeewigem Warten auf den Abschleppdienst gefreut hat (ich darf wieder fahren, huiiii) wird vom nächsten Deppen ausgebremst. Ich könnte mich immer noch scheckig lachen… Auch wenn mir die lieben U-Bahn-Leute echt leid tun.

Ich meine, es ist ja nicht so, dass es Nacht und Nebel wäre, oder die netten Baumänner mal die Schilder vergessen hätten, oder alles so „ganz normal“ aussehen würde. Nein, es ist eine Baustelle, sie wird frühzeitig angekündigt und man sollte einfach mal bei solchen „übernatürlichen Botschaften“ langsamer fahren und sich auf den Verkehr konzentrieren, oder?

Anscheinend geht das nicht. Hach werden sie mir fehlen. Die lieben, irren Ruhrpöttler.

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