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Der zweite Hochzeitstag mit Prä-Urlaubs-Eustress

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Nun ja, eigentlich ist es ja der dritte, wenn man den ursprünglichen miteinbezieht… 😉

Und wenn man glaubt, dass ein solcher an einem freien Samstag entspannt ablaufen kann, ist man ganz schief gewickelt. Nicht, wenn es gilt Urlaubsvorbereitungen zu machen. Gru-se-lig!

Nicht nur, dass Frau ja per se immer viel mitzunehmen hat – und die vielen neuen Schühchen, die sie hat uiuiuiui (ja, ich bin auch manchmal ein Mädchen 😉 )  – sondern gerade diese ja auch nicht ohne irgendwelche Handarbeits-Projekte ein paar Tage woanders verbringen kann. Die Zugfahrt, der Flug und die vielen müßigen Stunden… Da muss was mit, nur was? Nur stricken… geht nicht… häkeln… ja das auch… im Flugzeug aber wohl eher nicht… was mach ich denn da? Ach ja, die Gummileidenschaft ist da gut… Plastik ist ja nicht schlimm… und sonst so? Ach ja, ein wenig kritzeln, also mal das neue Zendoodle-Buch samt Stiften eingepackt… Eine Zeitschrift… und Bücher! Oh ja Bücher! Bleibt meine geliebte Jane hier? Ich weiß noch nicht. Das Cover ist zu schade für den Strand… aber so im Bett morgens…

Ihr seht, es ist nicht einfach. Und wenn man dann noch das Strickprojekt seiner Wahl vorbereiten muss (keine Anleitung gefunden, die alle Kriterien erfüllt, also muss man eine eigene konstruieren, hat im Urlaub aber vermutlich kein WLAN *gnagnagna*) ist es purer Prä-Urlaubs-Stress! Aber es ist ein positiver, also genau genommen ein Prä-Urlaubs-Eustress.

Da will also auch nicht jammern, denn das wäre ein solches auf hohem Niveau. Nein ich schaue mir lieber meine neuesten Errungenschaften an:

Inclusio_Tencel_Fire

 

Inclusio_Precious_Madama_Butterfly

Ersteres begleitet mich in den kommenden Tagen, letzteres wartet noch bis ich mich entschieden hab, was daraus wird.

Beide habe ich aus einem Werksverkauf von Inclusio in Holzdorf. Also gaaanz in der Nähe bei mir. Praktischerweise auf dem Weg zur Arbeit. *tüdelü*

Hier fand nämlich letzten Freitag ein Treffen über Ravelry statt. Es kamen viel mehr Strickerinnen als erwartet und es war ein wirklich schöner Abend. Wir konnten durch die wundervolle Wolle stöbern und uns dann mit Getränken, belegten Brötchen und Kuchen verwöhnen lassen, stricken und quatschen und einfach nur gute Laune ob unserer Wolllust versprühen. 🙂

Zurück zum gestrigen großen Tag, denn den begingen wir, nach der ganzen „Was-nehme-ich-nur-mit?“-Aktion, im Kino mit Drachenzähmen leicht gemacht 2!

Der Film überstieg meine Erwartungen: Die Charaktere haben sich durch den Austritt aus dem Kindes- ins frühe Erwachsenenalter realistisch weiterentwickelt, die Story selbst ist für einen zweiten Teil richtig gut gelungen (wenngleich ich immer noch nicht ganz mit einer vermutlich wichtigen Wendung klar komme – ich leide einfach zu sehr mit) und die Gestik der Protagonisten ist so viel ausgefeilter und individueller geworden. Einfach nur grandios! Und als ich dann heute las, dass die Veröffentlichung des dritten Teils für den 04.08.2016 festgelegt wurde, habe ich mich tierisch gefreut. Sogar ein vierter Teil ist schon im Gespräch. 😀

Danach ging es in das Café, wo wir auch nach unserer Trauung waren. Natürlich nicht, ohne dragonische Begleitung:

Zweiter_Hochzeitstag

Den linken Baby-Ohnezahn hatte ich mal für meinen Mann gehäkelt, den rechten habe ich gestern bekommen. 😀

Hach wie schön sind doch Ferien und Urlaub. Es tut einfach nur gut. Und nun geht es ab an die Koffer. So ganz fertig bin ich nun doch nicht. 😉

Habt eine schöne Zeit ihr Lieben! Bis bald!

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Auf die Meise gekommen

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Ja, ich bin eine passionierte Strickerin, ja ich lebe in Deutschland und nein, ich habe noch niemals etwas von der Wollmeise verstrickt. Mea Culpa.

Wer sich nun fragt,was eigentlich das besondere an dieser Wolle ist – ja liebe Meisenliebhaber, solche Leute gibt es noch -, dem sei Folgendes erklärt:

Die Wolle von dieser Firma ist einfach wunderschön gefärbt. Selbst die Uni-Färbungen haben stets leichte Schattierungen und Nuancen, die ein ganz eigenes Farberlebnis entwickeln. Hinzu kommt, dass das Garn so weich und schön und anschmiegsam ist, dass man die gute Qualität wirklich nicht abstreiten kann. Never.

Wer jetzt glaubt, dass dies schon der ganze Hokuspokus um diese Wolle ist, der hat sich geschnitten. Die Wollmeise ist nämlich ein gar „schüchternes Lädchen“, dass immer nur einmal in der Woche – jeden Freitag – eine Auswahl von ihrem Sortiment online stellt. Dies macht das Garn teilweise so rar, dass verzweifelte Strickerinnen sich ab 8 Uhr vor ihren Computer setzen und in einer wahren Klick-Wut alles in ihren Warenkorb packen, was nur geht. Und wer sich doch mal vergriffen hat, der verkauft die Stränge einfach über Ravelry weiter. Zum gleichen Preis versteht sich. Wahnsinn.

Lange habe ich mich dagegen gewehrt: „So ein Gehabe um Wolle brauch ich nicht! Ich will Kundenservice! lalala….“ Und dann hat es mich doch erwischt. Ich bin einfach ein neugieriger Mensch und ja, ich bin dann einfach mal schwach geworden. Nur leider kam dieser „Ich muss das jetzt endlich auch mal ausprobieren“-Moment nicht an einem Freitag um 8 Uhr. Nein, ich glaube es war ein Dienstag. *hmpf*

Aber wie gesagt, über Ravelry findet man ja schon einige Wollmeise-Süchtige, die dann doch mal was von ihrem Stash los werden möchten. Und so bin ich noch, direkt nach meinem letzten Arbeitstag – mit diesen Meisen beglückt worden:

Wollmeise_Pure_Tollkirsche

Wollmeise Pure in Tollkirsche

Die Farbe ist wirklich ein wunderschön schattierendes Rotbraun. Hier schon einmal als Knäuel vorbereitet. Denn damit geht es hoffentlich noch heute los.

Gestern habe ich nämlich bei einem total schönen Ravelry-Strick-Treffen eine Wollmeise-Süchtige kennen gelernt, die dies hier mit eigenen echt coolen Änderungen gestrickt hat. Tja, das will ich jetzt auch. Also Anleitung gekauft, ersten Strang aufgewickelt und dann kann es bald los gehen! 😀

Edit:

Werde das Projekt wohl doch erst nach meiner kommenden Urlaubswoche starten, da besagte „Süchtige“ mir das noch mal in Ruhe aufschreiben will. Lieb, oder? 😀

Tag 16

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Heute wird es mal wieder einfach. Zumindest für die Strick- und Häklerinnen. *g*

Welches ist die Community im Netz, die für uns so was von unumgänglich ist, weil wir nicht nur tausende von Anleitungen dort finden, sondern auch unseren gesammten Woll-, Nadel- und Büchervorrat eingeben können?

Alle anderen, die dies nicht kennen oder – schlimmer noch – nicht diesem Hobby frönen, die schauen hier.

Und ja, wir brauchen den Anfangsbuchstaben. 🙂

Wo soll man anfangen?

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Vielleicht im Hier und Jetzt.

Ich bin wieder da. Also zu Hause. Und davor?

Da war unsere Karwanseraj! Die neunte im Bunde und es war wieder einfach nur toll! Wir hatten soo viel Spaß. 😀

Die Workshops haben einfach nur gerockt, das wunderschöne Herbstwetter hat jeden zum Strahlen gebracht und Essen, Show sowie die Partys kamen mehr als gut an. Ja, ich gebe zu, ich hatte derben Muskelkater an den ominösesten Stellen am Montag. Aber die zeigen ja nur an, dass man sich mal bewegt hat, gelle? 😉

Zuvor wollte ich ja eigentlich noch zur Spielemesse nach Essen, aber das sollte nicht sein. Da wollte ich doch lieber meine – jetzt immer noch vorhandene – Erkältung kurieren. Schließlich wollte ich fürs Wochenende fit sein! Und ein Glück, es hat geklappt. 🙂

Ansonsten kann ich nun wirklich und endgültig in Weimar ankommen. Zwar fahre ich wochenendweise immer noch mal weg, aber nicht mehr wochenlang. Puh.

Das heißt, dass ich nun auch wieder mehr bloggen werde, mehr zum Handarbeiten komme und überhaupt endlich wieder mal mehr produzieren kann. Habe gerade mit Erschrecken festgestellt, dass mein Ravelry-Account mal so gar nicht auf dem neuesten Stand ist. Das wird also auch demnächst in Angriff genommen.

Aber eine Sache kann ich dann doch zeigen. Endlich gab es mal wieder Socken! Feuer-Socken:

 

 

Die Farben sind wirklich etwas müder als man es von mir gewohnt ist, aber das blaustichige ist defintiv der „Kamera-Effekt“. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden und werde sie auch mal für mich selbst behalten. *g*

Mein KAL-Tuch ist immer noch nicht gespannt. Dazu muss ich erstmal meine Schaumstoffunterlagen aus dem Keller kramen. Dieser muss dafür erstmal aufgeräumt werden. Zum dritten Mal. *gna*

Und dann, ja dann habe ich doch bei diesem obercoolen Wettbewerb mitgemacht. Und siehe da, der Fridolin hat es gemacht! Erster Platz für Annie! 😀

Ich kann es immer noch kaum glauben. Vor allem, weil da echt so viele schöne Wesen zusammen gekommen sind. Echt krass! Vielen Dank noch mal an Kalinumba und die Jury! Dann wird es demnächst wohl mal nach Frankfurt gehen… 😀

 

Auflösung und viiieles mehr…

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Heyho! Ja, ich lebe noch! Unglaublich, aber wahr. Und ich freue mich, endlich mal wieder zu bloggen! Habe festgestellt, dass ich echt viel erlebt und zu berichten hab. Mal sehen, ob mir das für einen Artikel zu viel ist. 😉

Zunächst einmal meine Tanzlust-Highlights:

Wir waren ja nach dem Wochenende in Wurzen quasi direkt für ein Lager und diverse Auftritte Büren bei Lippstadt. Netter und vor allem gemütlicher Mittelaltermarkt! Organisiert von Foederatus – ein Tross, dem wir ebenfalls angehören – und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, ließ sich dieser mit dem echt herrlichen Wetter einfach nur genießen. Auch wenn ich leider nur einen Tag dabei sein konnte, haben mir vor allem die tolle Atmosphäre und die herzlichen Gespräche sehr gut getan. Es ist einfach schön, an einem Mittelaltermarkt teil zu nehmen, der irgendwie schon familiär daher kommt. Unsere Auftritte tagsüber, aber natürlich vor allem die Abendshow, kamen auch sehr gut an. Also: Ein rundum gelungenes Event. 🙂

Gestern waren wir dann noch auf einem mitallalterlichen Stadtteilfest in Dortmund-Hörde. Besucht haben wir das vor allem eine unserer liebsten Bands „uzum Anfassen“: Trittfest! Die haben auch wieder schön gedudelt und gut Stimmung gemacht. Es gab Kirsch- und Honigbier – gut gegen Erkältungserscheinungen! *öhöm* – und nette kleine Büdchen. Irgendwie kommt es mir schon so vor, dass Mittelaltermärkte mir einfach immer großen Spaß machen. Wenngleich nicht jeder wirklich gut ist… Aber bei den letzten haben wir echt Glück gehabt!

Nun gut, weiter im Text.

Wie an dem Titel oben deutlich sichtbar gibt es nun endlich die Auflösung des Rätsels. Nein, es war keine Toe-Up-Socke, auch wenn der Anschlag genauso gut dafür hätte sein können. Und nein, es war auch kein überdimensionales buntes Verhütungsmittel. (Wobei es echt cool wäre, wenn man die stricken könnte. 😉 ) Nein, es war:

Tadaaa!

Venus von Willendorf

Venus von Willendorf

Eine gestrickte „Venus von Willendorf“! Ist sie nicht hübsch geworden? Hach ich find die voll toll! So bunt und rund und echt kuschelig!

Die Anleitung hatte ich mir von Ravelry runtergeladen, welche jedoch, wie ich bereits erwähnte, einige Fehler aufwies. Irgendwie finde ich so etwas immer echt blöd. Ich meine, wenn man was verkauft – die Anleitung hat ca. 3 Euro gekostet – dann erwarte ich irgendwie auch, dass man Fehler ausmerzt. Ja, es gab schon eine Errata auf der Page, die hat aber nicht gereicht. Und so habe ich mich echt tagelang damit herumgeschlagen, bis ich die geeignete Lösung gefunden habe. Na ja, wie auch immer. Jetzt ist sie jedenfalls fertig und ich finde, die Arbeit und Mühe hat sich echt gelohnt. Und schließlich konnte ich daran auch mal wieder meine „Strickkunst“ aufmöbeln. Es hat ja dann doch alles immer seinen Sinn, oder? 😉

Auf jeden Fall war ich dann jetzt so begeistert davon, dass ich prombt eine zweite in Angriff nehmen musste. Mit meinen Aufzeichnungen habe ich dann in wenigen Stunden schon den Strickteil hinter mich gebracht.

Venus von Willendorf

Das war echt so kinderleicht und hat so viel Spaß gemacht, dass es garantiert nicht bei den beiden bleiben wird. Der Farberlauf durch das Noro-Garn ist auch einfach traumhaft dafür! Ich finde, dass die Venus von Willendorfe eine echt schöne Göttinnen-Figur ist. Auf jeden Fall passt sie voll und ganz zu meiner Vorstellung einer archaischen Verkörperung dieser. Und wenn ich so etwas noch selber, mit meinen eigenen Händen erschaffen kann – in bunt, ganz wichtig in bunt! – dann durchströmt mich einfach nur ein absolut zufriedenes Gefühl, gepaart mit meiner romantischen Vorstellung von kreativer Schaffens- und Lebenslust. Also Annie im Himmel! 😀

Unterschlupf hat die Gute übrigens in meiner neuesten Korb-Erwerbung gefunden. Den habe ich mir gestern mal gegönnt. Weil mir ja nie was gönne… Oder so…

Mit Körben ist es nun schon fast so schlimm wie Taschen. Gut, der Nutzeffekt ist ja auch irgendwie der gleiche. Ich merke dann aber doch, wie es langsam überhand nimmt. Aber Wolle sieht auch einfach in Körben immer so gut aus! So „appetitlich“ irgendwie. Und ja, sie gehören für mich einfach zu meinem Strickequipment dazu. *g*

Und dann, ja dann habe ich noch vor lauter Freude eine neue Stricktechnik ausprobiert. Ein Entrelac-Muster. Das sieht dann, in den Anfängen – so aus:

Es ist ein Flecht- oder Korbmuster, dass vor allem bei farbwechsel besonders gut zur Geltung kommt. Wie ihr seht, habe ich das kürzlich erworbene Garn von Maaschenkunst (siehe oben verlinkten Artikel) direkt genutzt. Und ja, ich habe aus meinen Fehlern gelernt und erst einmal das Seidengarn aufgewickelt, bevor ich es benutzt habe. Ich hatte nicht schon wieder Lust auf Tage voller Entwirrungen. 😉

Das Muster sieht echt schön aus und ich bin gespannt, wie es bei mehr Reihen wirkt. Das Garn ist insgesamt etwas dünn dafür – vielleicht trenne ich auch alles noch mal auf und stricke das Ganze noch mal mit dünneren Nadeln, wobei es gerade besser gelingt, als es anfangs den Anschein hatte – sieht aber in der Kombi ganz gut aus. Ich lasse mich mal überraschen.

So ich glaube, das war erstmal das Wichtigste. Ansonsten hört ihr schneller mal wieder was von mir.

Genießt euren freien Tag morgen! Ich liiiebe ein langes Wochenende! 😀