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Bücher, die ihr Geld wert sind

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Die heutige Dienstagsfrage vom Wollschaf:

Angeregt von den aktuellen Beiträgen auf Tichiros Blog über explodierende Preise  von vergriffenen Strickbüchern oder alten Rowan-Heften würde mich mal interessieren:

Wieviel seid Ihr bereit, für ein vergriffenes Heft oder Buch zu bezahlen – wo liegt eure Schmerzgrenze?

Meine teuerste Anschaffung in diesem Bereich war vor einigen Jahren Tudor Roses von  Alice Starmore mit 130 Euro, die Schmerzgrenze wäre 150 Euro gewesen.

 

Uha, eine ganz schöne Summe. Gerade mal nachgeschaut: bei Amazon wird das genannte Buch zwischen ca. 207 und 217 Euro angeboten Halleluja!

Ich weiß nicht, ich bin da irgendwie anders gepolt. Ja, ich gebe auch gerne mal mehr Geld für alte Bücher aus, aber auch nur, wenn sie schon im Antiquariat zu finden sind. 😉 Und dann auch längst nicht so viel. Ich denke, dass 50 Euro da so meine Schmerzgrenze ist. Je nachdem halt…

 

Um noch ein wenig in diesem Thema zu schwelgen möchte ich kurz noch ein Buch für die Handarbeitsliebenden unter uns vorstellen, welches ich mit Freuden empfehlen möchte: Frauen, die den Faden in der Hand halten.

Es ist ein kulturhistorisches Buch, in welchem unterschiedliche Bilder aus allen möglichen Epochen zusammengetragen und mit Hintergrundinformationen aufbereitet sind. Es ist soo spannend! Welche Aspekte eine auf einem Bild strickende, spinnende oder nähende Frau verkörpert ist echt vielfältig. (Ein paar Männer sind auch dabei, stellen aber doch eher die Ausnahme dar.)

Oft geht es um die „tugendhafte Frau“, welche mit ihren Handarbeiten dargestellt wird. Sei es Maria, die hellenischen Parzen (Schicksalsgöttinen), die Bürgerstochter oder die einfache Frau vom Lande, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber es geht oft nicht nur darum. Teilweise werden auch hochpolitische Themen damit ausgedrückt oder die unterschiedlichen sozialen Schichten in der Vergangenheit verdeutlicht.

Hier mal ein Beispiel, welches ich als „Anfänger-Spinnerin“ total interessant finde:

Maria Christina Erzherzogin von Österreich

 

Hier hat sich Maria Christina, Erzherzogin von Österreich 1776 (und Schwester von Marie Antoinette) in einem Selbstbildnis dargestellt. Hieran wird deutlich – so der Autor – dass sie zum einen wohl ihre Tugendhaftigkeit, zum anderen aber auch ihre  – ich sage mal – „Nähe zum Volk“ demonstrieren wollte. Besonders reizvoll finde ich an diesem Bild das Mini-Spinnrad. Ist das nicht herrlich? So etwas habe ich noch nie gesehen. Würde ich sofort kaufen. Im Antikladen. (Und auch mehr Geld, als für ein Buch ausgeben. Kann man ja benutzen. *g*) Auf jeden Fall finde ich es total drollig.

Natürlich macht es „Frau“ auch ein wenig beklemmend, wenn sie so etwas liest. Schließlich wird hier alles aufgezeigt, was konträr zu ihrer Emanzipation steht. Nichts desto trotz ist es ein Bilderbuch, welches einem die tiefe Verbundenheit mit früheren Generationen vor Augen führt. Etwas, was mir beim Handarbeiten besonders wichtig ist.

Wer sich also gerne durch die Epochen führen mag und sich auf die „Spur der Geschichte der Handarbeiten“ begeben will, der hat hier auf jeden Fall eine sehr gute Basis. Ich mag es nicht mehr missen. Und das beste ist: Es ist (noch) nicht vergriffen und dementsprechend nicht unsagbar schwer zu erweben. 😉

 

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Hörbücher-Wahn

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Ich liebe sie.

Seit mein Mann mir das erste geschenkt hat (sehen wir jetzt mal von den diversen Hörspielen in meiner Kindheit ab), will ich gar nicht mehr ohne. Sie unterhalten mich beim Stricken und Häkeln, sie begleiten mich im Auto und im Zug und sie lassen mich in andere Welten tauchen. Herr-lich.

Das besagte erste Hörbuch war „Das Lächeln der Fortuna“. Ein unheimlich schöner Mittelalterroman von Rebecca Gablé und Auftakt ihrer „Waringham-Reihe“.  Die sind jetzt alle in meinem Besitz und ich höre sie rauf und runter, wenn ich nicht gerade auf was Neues aus bin. Der einzige Nachteil daran: Es kommt kaum ein anderer Mittelalterroman an diese Serie heran.

Voller Vorfreude kaufte ich mir andere Hörbücher und stellte fest, dass mir die Leser nicht gefielen, die Story mich nicht ansprach oder manches, vermutlich durch Kürzungen, nicht wirklich spannend war. Wer einen so gut recherchierten und fesselnden Roman zusammen mit einem grandiosen Sprecher wie Detlef Bierstedt (und vorher Martin May) so früh in seiner „Hörbuch-Freude“ bekommt, der zuckt bei den vielen, deutlich schlechter umgesetzten Produktionen, erstmal zusammen.

Aber nicht verzagen, es entwickelt sich ja alles weiter.

Und so kam ich dann im Laufe der Zeit irgendwann zu Audible. Ich mache ja ungerne Werbung, aber dies hier will ich echt nicht vorenthalten:

Für knapp 10 Euro im Monat ist man dort in einem Abo-Verhältnis (welches monatlich kündbar ist) und kann sich für dieses „Flexi-Guthaben“ ein Hörbuch kaufen. Ich habe dies bspw. für das letzte erschienene Buch der „Waringham-Reihe“ genutzt, was mich sonst das fünffache gekostet hätte.

Bisher hab ich dieses Abo noch nicht bereut. Im Gegenteil. Ich finde es super, dass dort extrem viele ungekürzte Hörbücher zur Verfügung stehen. Und ich kann wunderbar nach meinen Lieblingssprechern suchen, in viele Produkte rein hören und bekomme Neuerscheinungen besser mit. Und das Beste: In der Umzugszeit, wo ich mehrere Guthaben angehäuft hatte, bekam ich eine Mail, ob ich eine Pause einlegen wollen würde, schließlich habe man ja nicht immer Zeit für seine liebsten Beschäftigungen. Nettes Angebot, nett verpackt. So lob ich mir das. Einen Nachteil hat es allerdings: Nicht alle Verläge scheinen hiermit zu kooperieren. Harry Potter gibt es also bspw. mal nicht.

Um jetzt aber noch kurz die Kurve zu bekommen, warum ich überhaupt davon schreibe:

Mich hat beim Stricken meiner Regenbogenmütze ein echt nettes Hörbuch begleitet: Die Woll-Lust der Maria Dolors. Es ist eine rührende, lustige, spannende und teilweise recht drastisch-dramatische Erzählung einer Frau, welche am Ende ihres Lebens eben dieses Revue passieren lässt. Zugleich strickt sie einen Pullover für ihre Enkelin und springt mit ihren Gedanken mal hierhin, mal dorthin.

Die Rezensionen dazu sind natürlich recht unterschiedlich. Aber ich frage mich bei negativen Bewertungen immer, was die Leute von Romanen wie diesem erwarten. Da wird mit Seifenopern verglichen, oder die Charaktere sind zu flach und überhaupt sind die Gedankenwechsel zu kompliziert. Aha. Also irgendwie erwarte ich von solchen Romanen anscheinend zu wenig, um sie anschließend schlecht finden zu können. Ja, ich glaube diese leicht kindliche Naivität bringt mir dann mehr Freude. 😉

Normalerweise bin ich ja ziemlich fest in meiner Fantasy-Mittelalter-Ecke verankert. So schnell bekommt mich keiner in die Gegenwarts-Belletristik. Aber hier war eindeutig der Name Programm und es war ein echt schöner Hörbuch-Exkurs. Die Geschichte ist kurzweilig (das Hörbuch, leider dann doch mal gekürzt, geht 5 Stunden) und dank der Gedankenwechsel, die das Buch für mich echt spannender machten, recht flüssig. Wer also was fürs nächste gemütliche (Strick-/Spinn-/Werkel-)Wochenende sucht, der wird hier fündig. 🙂

Was für ein schöner Tag!

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Nein, nicht wegen des eher trüben Wetters, nein, es liegt einzig und allein daran, dass ich endlich mal wieder Zeit für mich und mich und meinen Blog hab. Wie kostbar das doch ist!

Wie ich ja bereits erwähnte bin ich zurzeit immer beschäftigt mit diversen Zukunftsfragen. Und zwar bezüglich der nahen Zukunft!

Erst einmal waren wir letzte Woche (oder war er vorletzte? ist auch egal, Zeit ist relativ) in Weimar in unserer neuen Wohnung. „Butze“ wäre jetzt gerade eher das richtige Wort, denn wir haben da unseren ersten kleinen Schreck abbekommen. Die gute Vormieterin, eine anscheinend sehr übeforderte verlassene Single-Frau mit zwei Kindern, hat uns nämlich ein Meer von Löchern in den Wänden hinterlassen. Hinzu kommt ein, ich nenne es mal „unesthätisches“ Klo und Farbe an Stellen, die beim normalen Wände streichen durch ein wenig abkleben verhindert hätte werden können. Außerdem haben wir bei der Besichtigung nicht wirklich auf die Türen und ähnliches geachtet. Fehler. Die werden wir wohl ein wenig mit Farbe ausbessern müssen. Oje… Ich liebe Altbau und wohne gerne darin, aber bitte mit ein wenig mehr Auge fürs Detail. Wie auch immer, wir haben die Wohnung genommen, wie sie ist. Besser hätte sie es wohl auch nicht abgegeben. Ganz ehrlich. Wir investieren da jetzt noch ein paar Tage mehr ein, Geld vermutlich auch, aber dann haben wir es wenigstens so ordentlich, wie wir wollen. Das wird schon gut, ihr werdet sehen! 😉

Und hier mal ein paar Fotos:

Das Schlafzimmer, an das sich der Balkon nach hinten raus anschmiegt

unser Wohnzimmer, mit einzigen Wand, die nicht von uns überstrichen wird

(die Wand ist ein schönes Dunkelrot, was man gerade nicht gut sieht, und ist auch wirklich gut gestrichen – rot ist da ja eher bockig)

und natürlich nicht zu vergessen „Annies Reich“ (inwelchem meine Kaninchen auch Zuflucht finden werden 🙂 )

Vor dem Fenster müsst ihr euch jetzt mal dieses Ektorp-Sofa vorstellen, zum Stricken und Reinkuscheln und nie wieder aufstehen. Schööön…

Hab bezüglich des Ektorps noch voll den Schnapp gemacht. Waren auf dem weg nach Weimar eher zufällig bei Ikea (ja, zufällig, ehrlich! *g*) und haben es dort stehen sehen. Ich hatte ja schon eine graume Zeit damit geliebäugelt und was sehe ich? Es kostet mal eben 100 Euro weniger! Wir kann das sein? Stirbt Ektorp aus? Wird es anders? Was ist der Sinn? Aha! Ich erfahre, dass der Blümchenbezug (den ich ja gerade so überaus schnuckelig find) von 130 Euro auf 100 Euro reduziert wurde. Genial! Und nü? Ein Sofa passt nicht in einen Corsa B (egal welches Sofa, haha) und wir sind nur das WE da. Vermutlich zu kurz, zum Liefern lassen. Hm. Aber da flüstert mir jemand „Sie können ja auch erstmal nur den Bezug kaufen. Das Gestell können Sie dann bei Gelgenheit dazu holen.“ Jippie! Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Also Bezug geholt, noch zwei passende Kissen (dami kuschelt es sich bestimmt noch besser!) und demnächst dann noch das Sofa holen. Voll gut ey!

Tja das war Weimar bis jetzt. Und weiter? Nun gucke ich, dass ich meine letzten Arbeitstage und diverse Abschiede hinter mich bringe. Mag gar nicht daran denken. 😦 Aber es ist alles ganz bestimmt nicht für ewig, sage ich mir immer, und es muss jetzt einfach auch mal so sein. Schließlich lässt sich auch alles wieder ändern. Probieren geht über studieren, oder?

Aber mein Blick hat sich ja auch dann in den letzten Tagen noch weiter nach Vorne gerichtet. Waren nämlich am Freitag auf „unserer Burg“, also auf Burg Blankenstein, wo wir im September heiraten wollen. Haben so vieles schon klären können und dingfest gemacht. Das war echt befreiend, jetzt so vor dem großen Umzug. Und dann ging es gestern noch, ganz im Sinne der Hochzeit, zum Schneider, der mein Brautkleid und den (wie auch immer gearteten) Anzug des Herrn Professors gestalten soll. (Wer auf die HP geht, nein es wird kein Fetisch-Dress, herrje meine Oma ist doch dabei… 😉 )

Hach das alles nimmt schon richtig gute Formen an und ich sehe, wenn ich mal Zeit zum Atmen finde, echt positiv in die Zukunft. Klar werde ich vermutlich ganz viele Menschen ganz doll vermissen, aber es ist eben mal ein neuer Lebensabschnitt angesagt. Und das ganz strikt quasi. 😉

Nun aber genug geplaudert. Werde mich gleich noch ein wenig mit diesem Kindle-Buch hinsetzen. Ein  echt spannender und vor allem fesselnder Fantasy-Roman. Bin auf die Serie (bei Amazon zum Kaufen gesehen) darauf gestoßen. Ich mag es gar nicht aus der Hand legen. Voll cool! *g* Und stricken wollte ich auch noch mal… Na schauen. Wird schon noch was werden. 😉

Habt einen wunderschönen Restsonntag! Ich genieße ihn mal weiter in vollen Zügen.

(Und nächste Woche geht es Freitag auf die Creativa! Juchhuuuuu!)

Das Buch ist durch…

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…und ich bin glücklich. Nee wirklich, es hat mir echt gut gefallen. Die gute Frau Fröhlich hat das nett gemacht. Und lustigerweise hab ich mich doch sehr in ihrem Denken und Handeln wieder gefunden (wenn man ein neues Hobby hat braucht man gaaanz dringend neues Equipment – es geht nichts über eine gute Internet-Recherche zum Thema, gerne auch mehrmals täglich – es fällt einem oft schwer beim Yoga das Ego vor der Türe stehen zu lassen), so dass ich manchmal schon denken konnte, was sie jetzt gleich schreiben wird. Sehr witzig.

Bin mal tierisch gespannt, wie es nun mit mir so weiter geht. Schaffe ich es ohne die ganzen Termine? Wird mir das Leben nicht zu öde? … Ich glaube nicht. Habe noch mal so gegrübelt, was alles zu meinen Hobbys gehört. Im Vergleich zu Herrn Professor, der so gut wie gar keins hat – nein, Fachliteratur „zur Entspannung“ lesen ist für mich kein Hobby! – bin ich geradezu in einer wahren Hobbymania. Aber so wird es einem auch nicht langweilig, gelle?

In diesem Sinne: Genießt eure Zeit, wie auch immer ihr sie gestaltet!

Endlich mal wieder lachen

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So langsam nervt mich mein Schnupfen nicht mehr. Es wird stetig besser. Zumindest kann ich mit das gerade jeden Tag besser einreden. Aber auf jeden Fall werde ich aktiver!

Gestern waren wir ein wenig unterwegs und da habe ich mir endlich das Buch gegönnt, dass ich die ganze Zeit für meinen Urlaub wollte: Chill mal, Frau Freitag. Ein Buch über eine ganz normale Lehrerin, die den ganz normalen Alltag in einer deutschen Schule beschreibt. Zum totlachen! Ich bin ja doch recht kritisch geworden mit der Zeit, was lustige Literatur anbelangt. Aber dieses Buch ist echt der Hammer! Selbst mein Bruder, der mit Pädagogik nicht viel am Hut hat, kann es kaum noch aus den Händen legen. Wer also mal wieder einen kurzweiligen, aber absolut empfehlenswerten Schmöker braucht ist mit diesem Buch bestens bedient.

Vielleicht bin ich auch beim ganzen Lachen mehr genesen… *grins*