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Kunst, Trödel, Buntes Zeug und natürlich die Dienstagsfrage

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Neulich war ich im „KunstGarten“ auf dem historischen Johannisfriedhof in Jena. Und wenn Jena es sonst nur ganz selten schafft mich mit seinen Reizen zu locken – außer netten Kruschi-Läden und einer großen DIY-Abteilung bei Thalia kenne ich nämlich keine – lohnt sich der Weg hierhin auf jeden Fall. Es ist ein kleiner Kunstmarkt bzw. eine Ausstellung von Künstlern und Kunsthandwerkern aus unterschiedlichen Richtungen: Malereien, Filzideen, Basteleien, Glasbläserkunst, Papiertechniken und einiges mehr.

Es ist zwar nicht riiiesig, dafür aber eintrittsfrei und soo entspannend und gemütlich arrangiert. Das Publikum selbst empfand ich ebenfalls als sehr angenehm und so habe ich dort eine liebe Bekannte besucht und zugleich eine schöne kleine Weile vergnüglich dort verweilt.

Und mit kam natürlich auch was. Ein wunderhübscher Buchumschlag für meine Jane-Austen-Bücher:

Buchhülle

Und ab ging es in die City, wo ein Flohmarkt aufgebaut war. Juchhu! Und schwupps kam Annie endlich zu ihrer Holzkiste mit Bauernmalereien, die sie schon so ewig gesucht hat:

Bauernkistchen

 Ich bin ja so verliebt! ^^

Und nun muss sie sich noch stark zurückhalten, um nicht den nächsten Bastelfimmel zu bekommen. Rubberbands! Armbänder, Accessoires und andere Kleinigkeiten nur aus kleinen Gummiringen gefertigt. Auch für kleinere Kinder geeignet die ein gaaanz klein wenig Ausdauer und Ehrgeiz haben.

Ich habe auf jeden Fall schon ein kunterbuntes Exemplar von eines meiner coolen Hortkinder bekommen und freue mich wie Bolle:

Rubberband-Armband

 

Nun aber schnell zurück zu meinem immer noch Favoriten-Hobby: Stricken. Das Wollschaf fragt heute nämlich:

Habt Ihr ein oder mehrere Lieblings-Strickbücher?

Wenn ja, welche(s)?

Aus welchem Buch habt Ihr bisher die meisten Modelle nachgestrickt?

Welches Buch in Eurer Strickbibliothek hat Euch bisher den meisten Nutzen gebracht und warum?

 

Meine absoluten Lieblings- und Standardwerke sind:

Stricken Basics

– mit welchem ich das Stricken überhaupt erst gelernt habe und woraus ich auch mehrere Dinge schon gestrickt habe (Schal, Hasenpuppe, Tasche)

sowie

Der geniale Sockenworkshop

– der auch mir das Sockenstricken schmackhaft machte. 😀

Von beiden gibt es neue Auflagen, was deutlich für ihren Zuspruch in der Strickerwelt spricht.

Das absolute Highlight in meiner Sammlung ist und wird vermutlich immer bleiben:

Tudor Roses

Ich war soo happy, als ich erfuhr, dass es neu aufgelegt wurde und könnte stundenlang darin blättern und in den wunderschönen Fotos versinken. Und daraus stricken tue ich bestimmt auch noch was. Wenn ich mal Zeit hab. 😉

Ansonsten halte ich mich immer im Netz und vor allem bei Ravelry auf, wenn ich neue Ideen oder Projekte brauche. Als Zeitschriften gönne ich mir regelmäßig die „The Knitter“ sowie die „Verena“. Papier in der Hand und schöne Fotos braucht Frau ja auch mal…

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Back to the Roots – sagt auch die Dienstagsfrage

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Manchmal muss man einfach zurück zu seinen Wurzeln. Nichts lässt ein Ruhr-Pott-Kind dann mehr im Thüringschen nach der alten Heimat schmachten, als die gemütliche, kodderige Sprache. Und wenne dann offe Maloche bis‘ und die ganzen Heiopeis nur Pille-Palle und Dönekes machen, dann packse Dir nur an’n Kopp und denkst: Wo iss mein Pott? Tja, so leidet man in der Ferne.

Damit ich aber nicht ganz meine Urspünge vergesse, hat mir Frau Karlsruhe vor geraumer Zeit dieses grandiose Poster geschenkt, dass ich am letzten WE nun auch endlich mal aufgehangen hab:

Ruhrpott-Poster

Herrlich. So erhalte ich mir meine Kodderschnauze. 😉

Auch beim Wollschaf  wird es heute nostalgisch:

„Erzähl doch mal“- bekannt aus diesen Journalbüchern, die es so gibt, und die man werdenden Eltern/Großeltern so schenkt, damit die für ein Neugeborenes Erinnerungen aufschreiben, die es dann später lesen kann.

Wie seid Ihr zum Stricken gekommen? Was war Auslöser?

Gab es einen Anlaß oder hat Euch ein lieber Mensch infiziert?

Eigentlich habe ich ja zunächst nur häkeln wollen. Als Kind habe ich bereits Taschen für mich und meine Freundin gehäkelt und am Ende meine Studiums habe ich dieses Hobby wieder aufgenommen. „Häkeln ist so schön einfach“, so das Credo von daheim.

Als ich dann aber festgestellt habe, wie vielfältig das Stricken ist und ich ganz unbedingt diese grandiosen Zopfmuster auch selbst machen wollte, hab ich mir kurzerhand dieses Buch gekauft (allerdings noch die erste Version, die zweite hat aber noch mal richtig schöne Anleitungen dazu bekommen). So saß ich dann zu Hause bzw. im Urlaub und nadelte meinen ersten Schal und mein erstes Kuscheltier. Beides flog, wie ich an mancher Stelle schon erwähnte, gerne auch mal im hohen Bogen in die Ecke. Aber ich blieb am Ball.

Und als ich dann feststellte, dass meine Sachen wirklich so aussahen wie da auf den Bildern (bis dato dachte ich ja, dass mich jedes Bastel- und Handarbeitsbuch veralbern will, weil die Sachen nie so hübsch wurden, wie auf den Fotos), da war es um mich geschehen.

Eine handarbeitsliebende Oma hatte ich zwar auch, aber leider bin ich viel zu spät an dieses Hobby herangekommen. Nichts desto trotz sagt meine Familie jetzt immer, dass ich das Handarbeitsgen defintiv von ihr geerbt habe. Und ich glaube das irgendwie auch. 🙂

Mein Motto fürs Stricken lernen: Es ist niemals nie zu spät dafür. Wer ein Autodidakt ist und mit Büchern und Videos klar kommt, der kann das Ganze auch im Alleingang machen. Bis hin zum ultrakomplexen Zopf- und Lace-Muster.

Und das Schönste ist: Auch wenn der Weg manchmal holperig ist, er macht einen Riesenspaß. 🙂

Frohes Neues! Weihnachtstrubel und Dienstagsfrage und so…

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Jetzt ist es passiert: Annie ist wieder online!

Nicht, dass jetzt jemand denkt, ich wäre wireless-los (wie soll man es sonst nennen?) gewesen. Nein, ich hätte während der Ferien gemütlich an meinem Netbook sitzen können, aber ich wollte schlichtweg nicht. Nein, ich wollte einfach mal fern ab von meinem Rechner ein gemütliches und ruhiges Dasein führen.

Vermutlich schüttelt mein liebes Informatiker-Brüderchen gerade ganz arg doll den Kopf darüber (ich sehe alles *g*), aber für den wäre es vermutlich mehr Stress, wenn er sein ganzes Computer-Mobilgeräte-Arsenal mal eine halbe Stunde lang nicht sehen würde. Und vermutlich ist er diesbezüglich längst nicht der Einzige.

Nur mein Smartphone, das habe ich zwischenzeitlich zugelassen. So gaaanz ohne kann ich über mehrere Wochen auch nicht. Und wisst ihr was? Die Welt dreht sich noch! Ja. Kaum zu glauben oder? Da denkt man, man verpasst was, aber das ist ja egal, man bekommt es einfach nicht mit. Simpel, oder? Und gerade in den Tagen zwischen den Jahren echt befreiend.

Nichts desto trotz ist natürlich eine Menge passiert.

An Heiligabend gab es wie jedes Jahr die Schrecksekunde schlechthin und wurde eingeleitet mit den unheilvollen Worten: „Das Fett ist noch nicht heiß.“ Man muss vielleicht wissen, dass es bei uns immer Fondue gibt und dass das ein ganz fester Bestandteil unserer Weihnachtstradition ist. Und nun wurde dieser einfach hintan gestellt. Oh my God! Und wer kann sich nicht die schreckgeweiteten Augen der Anwesenden und das betretende Schweigen vorstellen, nachdem diese Ankündigung kam? Es wurde aber trotzdem ein schöner Abend. 😉

Zum Jahreswechsel waren wir wieder in kleiner Runde und ja, auch wieder mit den Nachbarskindern dabei. Beim Tabu-Spielen haben die Damen diesmal leider verloren, allerdings bekommen sie meiner Ansicht nach einen zusätzlichen Punkt in der B-Note, weil sie so schön kreativ umschrieben haben und die Herren nicht gender-freundlich umschrieben: „Was kriegen Frauen immer um diese Zeit?“ – „Winter… Winterspeck!“ Hallo? Geht’s noch?! Echt jetzt… Na ja, aber immerhin haben alle mitgemacht und mein Lieblings-Silvester-Accessoire – glitzernde Papp-Party-Hüte – wurden direkt mal zu Party-Helmen umdeklariert. Ich finde, das hat was. *g*

Handarbeits- und Basteltechnisch habe ich es auch etwas ruhiger angehen lassen. Habe für die ewig langen und vielen Fahrten zur Familie aber einen lila-kuddelbunten Wingspan fabriziert.

Wingspan

 

Der ist aus weicher Sockenwolle und schmiegt sich ganz kuschelig an.

Und weil ja heute Dienstag ist gibt es hier noch eine kleine Antwort zur heutigen Frage vom Wollschaf:

Habt ihr Neujahres-Rituale? Im Allgemeinen? Und bezogen auf Euer wolliges Hobby?

Aufräum-Entrümpelungsaktionen, erstellt Ihr Listen, welche Projekte es im kommenden Jahr sein sollen?

Oder lasst ihr das spontan kommen, weil man eh schon so viel verplant in seinem Alltag?

Da ich ja eh nicht ohne meine Nadeln oder mein Rädchen auskomme habe ich natürlich noch einige Projekte im Sinn. Aber auch hier will ich mir mehr Ruhe antun und weniger auf die Produktion konzentrieren, sondern mehr um den ausgleichenden Aspekt. Hier ist einzig mein Weltenbaum-Decken-Projekt im Vordergrund, da ich dieses bis Mitte April fertig haben möchte. Vielleicht bleibe ich da jetzt auch einfach mal dran.

Insgesamt will einfach wieder mehr in Einklang mit mir kommen. Allein schon, um im Alltag gelassener zu werden. Ich glaube, das reicht als Vorsatz.

Und ihr so? Hat eigentlich – außer meiner Ma – irgendjemand meinen KAL gestrickt? *guck* *such* *hibbel* 🙂

Dienstagsfrage und Ankündigung „Mini-Mystery-Adventskalender-KAL“

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Huhu liebe Leute!

Das Wollschaf mäht wieder:

Strickst oder häkelst du auch in der Öffentlichkeit (also in Cafés, Bus und Bahn, Büchereien, in der Uni, am Arbeitsplatz etc.) ? Wenn ja, welche Erfahrungen hast du damit gemacht und wie reagiert die Umwelt darauf? Wurdest du schon angesprochen und was haben sie gesagt?

Ja natürlich tue ich das. Was soll Frau denn sonst mit der Wartezeit anfangen? Also mir wird da schnell langweilig…

Als ich noch viel Zug gefahren bin (zur Arbeit) habe ich täglich dort gestrickt. Meine Kollegin habe ich so erfolgreich mit dem Woll-Virus infiziert. *g* Und auf der Arbeit in den Pausen hab ich auch gern mal zur Nadel gegriffen. Einfach nur zum Abschalten.

Allerdings würde ich nie auf den Gedanken kommen in eine Bücherei zu gehen, um da zu stricken. Es sei denn, ich würde da auf jemanden warten…

Die Reaktionen waren stets mindestens neutral. In viele Fällen hört man dann aber immer so Sätze wie „Das hab ich früher auch ganz oft gemacht“, „Ach ja, die Ferse, das war immer so ein Ding – Aber ich konnte die mal auswendig!“ und natürlich „Hach, dass so junge Leute das auch mal wieder machen, das find‘ ich ja schön…“.

Und jetzt freue ich mich, dass ich nahezu regelmäßig ein Treffen mit meiner Ravelry-Gruppe hier in Weimar hab. Es ist so faszinierend, wie das Stricken, oder das Handarbeiten generell, verbindet. Die Altersstufen und Lebensräume sind außerhalb des Treffens so unterschiedlich (die einen haben noch keine Kinder, die anderen sind schon unlängst Oma) und trotzdem mag man sich gerne einmal im Monat sehen, zum gemeinsamen Strickplausch bei leckerem Essen. Und ja, natürlich ist auch das immer ein Ereignis für die anderen Gäste dort. Der Wirt kennt seine Strickrunde nun aber schon. Der weiß, dass es dann wieder Geschnatter und viel Wolle zu sehen gibt. Ein „Mädels-Abend“ der anderen Art. *g*

So und nun aufgepasst, es folgt eine Ankündigung für die Wolllüstigen unter Euch (denn die Annie hat sich wieder etwas Feines für die Adventszeit ausgedacht!):

Tammtadadaaaa!

MysteryKAL_Titelbild_Schrift

Also: Wer gerne noch eine Klitzekleinigkeit für einen lieben Menschen (Euch selbst natürlich eingeschlossen) machen möchte – was garantiert bis Weihnachten fertig wird! – der kann hier gerne mitmachen. 😀

Wie das alles so läuft:

– die Anleitung ist komplett kostenlos und wird zu jedem Adventstag (die Sonntage, ihr wisst schon 😉 ) fortgeführt

– ihr braucht ein Knäuel Baumwollgarn (2g hab ich da jetzt verbraucht, also auch Reste können hier verarbeitet werden!), wie z.B. „Catania“ von Schachenmayr smc oder „Quattro“ von Lang Yarns (LL zwischen 120m und 130m bei 50g) sowie eine Rundnadel Nr.3 und ein klein wenig Zeit mit Lust aufs Stricken. 😀

– die Anleitung wird sich an einer Stelle in anfängertauglich und fortgeschritten aufteilen, was dem Ergebnis aber keinen Abbruch tut

Anfänger müssen können: Anschlag, Rechts- und Links-Maschen, Abketten, Zusammennähen.

Fortgeschrittene müssen darüber hinaus: Muster nach Strickschrift arbeiten, Abnahmen (zwei Maschen zusammen mit Rechts- bzw. Linksneigung) sowie eine tiefergestochene Masche herausstricken können.

Zu guter Letzt noch das Unumgängliche: Ich weise darauf hin, dass diese Anleitung komplett von mir stammt, was die Beachtung des Urheberrechts erfordert. Ihr dürft das Produkt privat so oft nadeln, wie ihr mögt. Wer es verkaufen mag, der kontaktiert mich bitte. Versprochen, ich bin lieb. 😉

Na dann plündert mal Euren Stash oder sucht den Wollladen Eures Vertrauens auf. Am Sonntag geht es schon los! 😀

Dienstagsfrage, I-Cords und andere Wolligkeiten

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Gestern kam das Wolllschaf auf die Socke und fragte:

Hast Du für Dich die ultimative Socke gefunden? 
Und strickst Du sie immer nach dem Schema F? Das heißt – nach welcher Tabelle, mit welcher Ferse, mit welcher Spitze? Immer das gleiche oder variierst Du?

Socken im Leben einer bekennenden Strickerin…

Meine allererste Socke war eine Patchworksocke nach diesem Büchlein. Wenn schon, denn schon.

Patchworksocken_blau

Seit ich mich das erste Mal damit durchgequält beschäftigt habe, liebe, liebe, liebe ich sie! Wenn das Prinzip einmal verstanden wurde ist es wirklich einfach diese Socken zu stricken. Ich glaube auch, das das zeitliche Aufwand nicht extrem viel höher ist, als bei normalen Socken. Außer – wie angedeutet – bei der Allerersten ohne große Strickerfahrung vielleicht. 😉

Besonders schön wird sie mit Farbverlaufsgarn und/oder mit wechselnden Farben. Für meine Freundin habe ich sie mal in schwarz-rot gestrickt. Die sind so schick! Aber glaubt einer, dass ich darauf komme mir selber noch mal welche zuzulegen? Wie das immer so ist.

Und dann ist mein Favorit meine Blumensocke:

Blumensocken

Außer dem Rüschenrand ist sie zwar nur eine StiNo-Socke (Stinknormal), aber genau dieses Detail ist so verzückend, dass sie trotzdem – kaschiert mit einem sich musternden Garn wie oben – schick daherkommt.

Allerdings sieht man hier eindeutig, dass die Bummerangferse nicht immer gelingt. Man beachte das Löchlein an der Fersennaht auf der Seite.

Ja, mit dieser Ferse liege ich immer noch im Clinch, habe aber noch keine richtige Alternative gefunden. Wobei mir die Herzchenferse gerade recht gut gefällt.

Besonders zu empfehlen ist hier übrigens „Der geniale Sockenworkshop“. Damit lernt wirklich jeder Socken stricken, der es wirklich will. Ich selbst bevorzuge übrigens die schlichte und jahrhundertelang erprobte Technik von oben nach unten mit einem Nadelspiel. Alles andere, was ich sonst ausprobiert habe, gefällt mir nicht wirklich. Und die Magic-Loop-Methode (2 Socken Stricken mit einer langen Rundstricknadel) finde ich ganz grauselig. Das gelingt mir nie ordentlich. *brrr*

Jetzt gerade habe ich zwei Paare auf den Nadeln. Ein langweilig grau-braunes Gespann für den Gatten (ich schaffe es einfach nicht mich durch die zweite Socke zu quälen) und ein quasi frisch angefangenes von diesem Mystery KAL.

Zu guter Letzt sei dann noch mein gestern beendetes UFO gezeigt.

Tadaaa!

Entrelacschal1

Ein kunterbunter…

Entrelacschal2

Entrelacschal mit Quasten. Hach ich liebe Patchworkoptik…

Ich weiß gar nicht, wie lange ich das Projekt mit dieser Anleitung schon in meiner Queue hatte. Bestimmt schon fast die ganzen 4 Jahre, die ich bei Ravelry bin. Und diesen Sommer sah ich das Garn, was ich brauchte, und machte Nägel mit Köpfen.

3 1/2 Monate habe ich gebraucht. Lange lag es auch mal in der Ecke, weil nur Entrelac schon ziemlich langweilig werden kann auf Dauer, dies aber nichts ist im Vergleich zu dem I-Cord, den ich dort angestrickt hab.

Diesen will ich hier übrigens mal kurz festhalten, weil ich immer ewig nach einer Anleitung für den genannten I-Cord suche. Oft wird er nämlich direkt an die noch nicht abgeketteten Maschen gestrickt. Die gab es hier ja nu nicht mehr. Also hier einmal für alle:

I-Cord (aufgesetzt)

Schlage 5 Maschen mit zwei Nadeln eines Nadelspiels an.

Schiebe die Maschen auf der linken Nadel hoch und stricke 4 Maschen ab. (Niemals wenden und den Faden ein wenig straffer bei der ersten Masche ziehen!)

Schiebe die letzte Masche der linken Nadel wie zum rechtsstricken auf die rechte Nadel.

Nun stichst Du mit der rechten Nadel in den Rand des Gestricks (suche Dir dafür möglichst „stabile“ Stellen aus), ziehe den Arbeitsfaden hindurch und erhalte so eine neue Masche.

Auf der rechten Nadel befinden sich nun sechs Maschen.

Steche mit der linken Nadel von links nach rechts in die letzten beiden Maschen ein (sie liegen jetzt auf beiden Nadeln), ziehe nun mit der rechten Nadel den Arbeitsfaden hindurch und stricke sie somit zusammen.

5 Maschen verbleiben.

Und wieder: Maschen hoch schieben, 4 Maschen stricken, eine Masche nach rechts heben, eine Masche heraussstricken, letzte beiden Maschen zusammenstricken.

That’s it! ^^

Wer das Gefühl hat, dass die Kante das Gestrickt so sehr zusammenzieht, dass es auch nach dem Spannen noch „verzerrt“ ist, der kann nach jedem Zusammenstricken noch eine Extra-Reihe (einfach alle 5 Maschen abstricken) nach dazwischenschieben. Das macht den Rand dann elastischer.

So und nun genug geschwafelt für heute. Jetzt will ich an meine Nadeln! 😀

Dienstagsfrage

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Das Wollschaf fragt:

 

Welches war das bisher größte Strick-Desaster, das Du mal produziert hast?

Was genau war daran so schrecklich?

Konntest Du daraus Lehren für Deine weitere Strick-Karriere ziehen?

 

Meine ersten Stücke waren so ziemlich alle ein Desaster. 😉

Das lag aber nur daran, dass ich von Anfang an immer konsequent alles 1000%ig richtig machen wollte. Hat mir natürlich viel Aufribbeln und Zurückstricken eingebracht, aber das kann ich dafür jetzt umso besser. ^^

Am schlimmsten war mein erstes Kuscheltier. Ein kleines süßes Häschen aus Socken-Fussel-Wolle. (Ich hab es leider nicht mehr. Daher jetzt mal kein Foto.) Bis dieses das Licht der Welt erblicken durfte musste es ungezählte Male einen „Wurf in die nächste Ecke“ – nein, nicht bildlich gesprochen – über sich ergehen lassen. Und da Fusselwolle ja bekanntlich nicht so beständig bleibt, klebten dann im Hochsommer in dem Ein-Zimmer-Feriendomizil alle Mini-Bäh-Fusseln überall rum. *brrr*

Was habe ich gelernt? Geduld. Geduld und immer wieder Geduld. Das schadet mir kleinem Widder-Kopf-durch-die-Wand-Kind aber nicht. Im Gegenteil, es hat sich gut in mein Leben eingefügt, mal ein wenig ruhiger und besonnener zu werden. *lalala* Oder so… *lalala*

Dienstagsfrage und kleine Herbstbastelei

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Heute mäht das Wollschaf:

Welches ist Dein wichtigstes Hilfsmittel beim Stricken, abgesehen von Garn und Nadeln (und ggf. der Anleitung)?

 

Wenn ich kompliziertere Muster stricke,was ich meistens tue , dann brauche ich auf jeden Fall ganz dringend diese Gegenstände:

 

Strickutensilien

 

 

Die untere Mappe ist eine „mobile Magnettafel“. Darin kann ich meine gerade genutzten Anleitungen aufbewahren und mithilfe eines magnetischen Lineals die aktuelle Reihe markieren. Unabdingbar für mich bei Zopf-, Ajour- und Lacemustern.

Dadrauf seht ihr mein kleines Mini-Utensilo. (Und nein, dass ist nicht selbstgemacht, sonder gekauft. 😉 ) Darin sind meine Maschenmarkierer, mein Fadentrenner, ein Maßband, Woll- und Nähnadeln sowie in paar Restgarnstückchen für offene Anschläge etc.

Früher habe ich noch viel häufiger einen Reihenzähler benutzt, welcher jetzt aber eher selten zum Einsatz kommt.

Wenn ich mich von alldem für eine Sache entscheiden müsste (die Frage weißt ein wenig daraufhin), dann würde ich ganz klar die Maschenmarkierer nehmen. (Oder die Restfäden umfunktionieren 😉 ) Ohne diese kleinen Teile fällt es mir einfach schwer Rapporte ordentlich einzuhalten oder einen Rundenanfang zu finden. Ständiges Nachzählen der Maschen nervt einfach nur…

So und wer nun noch sehen möchte, was ich heute Morgen noch gezaubert habe, dann einmal hier schauen:

Herbstbastelei_Eichhörnchen

 

Diese beiden lustigen Gesellen hab ich für meine Kinderchen in der Schule vorbereitet. Mal sehen, ob die kleinen Hände das schaffen, aber ein Versuch ist es allemal wert. 🙂

Bei mir zu Hause lasse ich auch seit Sonntag den Herbst einkehren. Die erste Herbstdeko steht schon und bald gesellt sich bestimmt noch mehr dazu. ^^