Dienstagsfrage, I-Cords und andere Wolligkeiten

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Gestern kam das Wolllschaf auf die Socke und fragte:

Hast Du für Dich die ultimative Socke gefunden? 
Und strickst Du sie immer nach dem Schema F? Das heißt – nach welcher Tabelle, mit welcher Ferse, mit welcher Spitze? Immer das gleiche oder variierst Du?

Socken im Leben einer bekennenden Strickerin…

Meine allererste Socke war eine Patchworksocke nach diesem Büchlein. Wenn schon, denn schon.

Patchworksocken_blau

Seit ich mich das erste Mal damit durchgequält beschäftigt habe, liebe, liebe, liebe ich sie! Wenn das Prinzip einmal verstanden wurde ist es wirklich einfach diese Socken zu stricken. Ich glaube auch, das das zeitliche Aufwand nicht extrem viel höher ist, als bei normalen Socken. Außer – wie angedeutet – bei der Allerersten ohne große Strickerfahrung vielleicht. 😉

Besonders schön wird sie mit Farbverlaufsgarn und/oder mit wechselnden Farben. Für meine Freundin habe ich sie mal in schwarz-rot gestrickt. Die sind so schick! Aber glaubt einer, dass ich darauf komme mir selber noch mal welche zuzulegen? Wie das immer so ist.

Und dann ist mein Favorit meine Blumensocke:

Blumensocken

Außer dem Rüschenrand ist sie zwar nur eine StiNo-Socke (Stinknormal), aber genau dieses Detail ist so verzückend, dass sie trotzdem – kaschiert mit einem sich musternden Garn wie oben – schick daherkommt.

Allerdings sieht man hier eindeutig, dass die Bummerangferse nicht immer gelingt. Man beachte das Löchlein an der Fersennaht auf der Seite.

Ja, mit dieser Ferse liege ich immer noch im Clinch, habe aber noch keine richtige Alternative gefunden. Wobei mir die Herzchenferse gerade recht gut gefällt.

Besonders zu empfehlen ist hier übrigens „Der geniale Sockenworkshop“. Damit lernt wirklich jeder Socken stricken, der es wirklich will. Ich selbst bevorzuge übrigens die schlichte und jahrhundertelang erprobte Technik von oben nach unten mit einem Nadelspiel. Alles andere, was ich sonst ausprobiert habe, gefällt mir nicht wirklich. Und die Magic-Loop-Methode (2 Socken Stricken mit einer langen Rundstricknadel) finde ich ganz grauselig. Das gelingt mir nie ordentlich. *brrr*

Jetzt gerade habe ich zwei Paare auf den Nadeln. Ein langweilig grau-braunes Gespann für den Gatten (ich schaffe es einfach nicht mich durch die zweite Socke zu quälen) und ein quasi frisch angefangenes von diesem Mystery KAL.

Zu guter Letzt sei dann noch mein gestern beendetes UFO gezeigt.

Tadaaa!

Entrelacschal1

Ein kunterbunter…

Entrelacschal2

Entrelacschal mit Quasten. Hach ich liebe Patchworkoptik…

Ich weiß gar nicht, wie lange ich das Projekt mit dieser Anleitung schon in meiner Queue hatte. Bestimmt schon fast die ganzen 4 Jahre, die ich bei Ravelry bin. Und diesen Sommer sah ich das Garn, was ich brauchte, und machte Nägel mit Köpfen.

3 1/2 Monate habe ich gebraucht. Lange lag es auch mal in der Ecke, weil nur Entrelac schon ziemlich langweilig werden kann auf Dauer, dies aber nichts ist im Vergleich zu dem I-Cord, den ich dort angestrickt hab.

Diesen will ich hier übrigens mal kurz festhalten, weil ich immer ewig nach einer Anleitung für den genannten I-Cord suche. Oft wird er nämlich direkt an die noch nicht abgeketteten Maschen gestrickt. Die gab es hier ja nu nicht mehr. Also hier einmal für alle:

I-Cord (aufgesetzt)

Schlage 5 Maschen mit zwei Nadeln eines Nadelspiels an.

Schiebe die Maschen auf der linken Nadel hoch und stricke 4 Maschen ab. (Niemals wenden und den Faden ein wenig straffer bei der ersten Masche ziehen!)

Schiebe die letzte Masche der linken Nadel wie zum rechtsstricken auf die rechte Nadel.

Nun stichst Du mit der rechten Nadel in den Rand des Gestricks (suche Dir dafür möglichst „stabile“ Stellen aus), ziehe den Arbeitsfaden hindurch und erhalte so eine neue Masche.

Auf der rechten Nadel befinden sich nun sechs Maschen.

Steche mit der linken Nadel von links nach rechts in die letzten beiden Maschen ein (sie liegen jetzt auf beiden Nadeln), ziehe nun mit der rechten Nadel den Arbeitsfaden hindurch und stricke sie somit zusammen.

5 Maschen verbleiben.

Und wieder: Maschen hoch schieben, 4 Maschen stricken, eine Masche nach rechts heben, eine Masche heraussstricken, letzte beiden Maschen zusammenstricken.

That’s it! ^^

Wer das Gefühl hat, dass die Kante das Gestrickt so sehr zusammenzieht, dass es auch nach dem Spannen noch „verzerrt“ ist, der kann nach jedem Zusammenstricken noch eine Extra-Reihe (einfach alle 5 Maschen abstricken) nach dazwischenschieben. Das macht den Rand dann elastischer.

So und nun genug geschwafelt für heute. Jetzt will ich an meine Nadeln! 😀

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