„Ich hab gerade Öl im Mund“

Standard

Lässt einen dieser Satz in einer SMS wundern? Wirklich? Merkwürdig.

Vielleicht bin ich durch die Heilpraktiker in meiner Familie doch zu sehr abgestumpft. Mich stört es ja auch nicht, wenn man beim Essen über diverse Krankheiten diskutiert. Außer es geht um eitrige Wunden. Da ist die bildliche Vorstellung doch zu groß…

Und ja, es lohnt sich diese mit der naturheilkundlichen und homöopathischen Praxis vertrauten Menschen in seiner „nahen“ Umgebung zu haben. Nach jedem Arztbesuch (wichtig für die AU, denn „Bettruhe“ zu verschreiben ist anscheinend ein medizinisch relevanter Vorgang *husthust*) wird erstmal die liebe Frau Mama angerufen und jegliches Rezept mit ihr durchgesprochen.

– Erstens wissen Mütter meistens sowieso viel besser als so ein dahergelaufener Arzt, was ihrem großen Kind gut tut und zweitens ist diese Frau Mama eine der oben genannten Personen. Besser geht’s nicht. –

Dann stellt sich erst einmal die Frage: Welche der aufgeschriebenen Mittel dürfen es denn sein? Nicht alles sollte man blindlinks in sich hineinschaufeln und auch nicht alles ist medizinisches Teufelszeug. Am Ende steht man vielleicht mit mehr Mittelchen da, als man vorher beabsichtigt hat, aber die nimmt man dann mit einem guten Gewissen.

Aber leider macht einem die Natur manchmal dann doch noch einen Strich durch die Rechnung. Denn die benötigte Dauer der genannten „Bettruhe“ ist nicht so einfach messbar und immer noch das A und O für die Genesung. Trotz schön drapiertem und oft genutztem Medikamentenhaufen.

Ergo: Annie spielt auch diese Woche nicht in der großen Liga da Draußen mit. Die kleine Daheim reicht ihr.

Nur was macht man den lieben langen Tag ohne groß raus zu gehen? Nur NintendoDS spielen (was man oft nur tut, wenn man mal krank ist) und am Netbook rumhängen ist jetzt auch nicht so das große Los. Und immer nur bestellen – man ist ja gerade mal daheim und kann die Päckchen direkt annehmen – lässt das Konto auch irgendwann krank werden.

Wer nicht dumm ist, der hat ein Hobby, dass sich auch prima im Sitzen und ohne viel Bewegung ausführen lassen kann. Ja genau: Ich hab mich endlich wieder an meine Strick-UFOs getraut und mir für die ja nun doch schnell eingebrochene Kälte eine Mütze aus der zuletzt gezeigten Spinnwolle gehäkelt.

Häkelmütze_Lebenslust

Und weil ich ja auch an meine Kinderchen in der Schule denke, hab ich mich mal vom WWW bezüglich des Bastelns mit Klopapierrollen beschäftigt. Schaut mal, was niedliches ohne Aufwand entstanden ist:

Toilettenrollen-Eule

 

Natürlich lässt sich so was mit buntem Papier und diversen Dekorationen noch farbenfroher gestalten. Doch hier gefällt mir die Schlichtheit richtig gut.

Fazit: Krank sein ist doof, aber man kann es durchaus ein wenig erträglicher gestalten. 🙂

Advertisements

»

  1. Du bist ja wie dein (HP-)Opa, der hat auch immer seine ganze Familie „verwurstet“ 🙂 Aber beide macht ihr das ja sehr liebevoll. HDGDL Deine Mum

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s