Wolle, Wolle, nichts als Wolle… Oder doch nicht?

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„Okay, wir fahren jetzt einfach“, dachten der Herr Professor und ich. Also ab ins Auto und eineinhalb Stunden Richtung Leipzig gondeln.

Wohin? Zum Wolle-Fest.

Nachdem wir dann durch einen absolut unnötigen und nervigen Stau gefahren sind, kamen wir im pitschnassen Markkleeberg an. Und die Suche ging los. „Sollten hier nicht Schilder stehen?“ „Hm…“ „Vielleicht ist das gar nicht dieses Wochenende?“ „Doch, doch. Guck mal, hier auf der Homepage steht es.“ „Steht da sonst noch was?“ „Nee…“

Irgendwann hatten wir dann aber doch _den_ Parkplatz gefunden und _die_Verkaufsstrecke, die keine war. Tja, was soll ich sagen? Das Ding wurde heute Morgen kurzerhand abgesagt. (Und ich glaube ganz, ganz wirklich, dass vor unserer Abreise um 10 Uhr noch nichts von der Absage im Netz stand. Aber vielleicht irre ich mich ja auch…) Jetzt steht es da auf jeden Fall. Tja.

Aber, ich will ja nicht meckern, denn wir dachten uns „Wenn wir schon mal aus Weimar hierhin kommen, dann laufen wir wenigstens durch den Park.“ Der, trotz des Regens, wirklich nett war. Und siehe da, wir werden belohnt, mit einem… Zelt, das gerade abgebaut wird. Tolle Wurst. Egal, wir gehen weiter. Springen über Pfützen. Laufen über eine echt hübsche Brücke. Und… Ja, diesmal wirklich. Hier gibt es Leben! Und sogar noch ein ganz klein wenig Wolle:

Wolle-Fest_2013

Glaubt nicht, dass alle Zelte mit Leben gefüllt waren. Nein, nur drei. Exakt drei.

Meine Laune hebte sich weiterhin, als ich dann noch für ganz kleines Geld dieses schnuckelige Ding mitnehmen konnte:

Schurwolle_Pinkbunt

100g mit insgesamt 200m Lauflänge. Das wird ein neuer Möbiusschal. Yej!

Mission war also erfolgreich. Und die lange Fahrt? Tja, die konnte ich gemütlich beim Stricken mit Hörbuch im Auto genießen. Der Herr Professor fand es auch nicht wirklich tragisch, so dass es trotz der extrem geringen Wollauswahl ein ganz netter Sonntagmittag war.

Trotz alldem eine Anmerkung: Ja, ich kann es verstehen, wenn keiner sich die Beine im Matsch in den Bauch stehen will, aber es gibt da auch Grenzen. Ich kenne das alles nur zu gut von den Mittelaltermärkten, an denen mein Stamm und ich teilnehmen. Da wird wegen solch eines Regens (es gab ja keinen Sturm und nichts) nichts abgesagt. Ja, wir treten dann sogar noch auf. Auch im Matsch und ohne Regenjacken. Geht alles. Nur so am Rande.

Und was macht mein Gestricksel? Tja, die Decke muss ein wenig warten, bzw. ich komme da gerade nicht so wirklich zu. Die ersten Rapporte für die erste Borte im Zopfmuster habe ich bereits fertig…

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…was jedoch schon der zweite Versuch ist. Dieser bleibt aber. Beim ersten Mal ging es mir so auf den Keks, dass ständig Löcher zwischen dem Center Square und der Borte entstanden (das wird alles direkt beim Stricken der Borte miteinander verbunden), dass ich alles auftrennen und Trick 17 benutzen musste: 1 Masche verdreht aus dem Querfaden aufnehmen und mit verstricken. Also so, wie man die seitlichen Löcher bei Sockenfersen vermeidet. Ist ein wenig gewurschtel, vor allem, wenn man dann plötzlich 4 Maschen zu einer verstrickt, aber es hilft. Es sieht jetzt wesentlich stabiler und „in Form“ aus.

Und was war es nun, was mir die Zeit gestohlen hat? Dies hier:

Godmother_Socks

Echt hübsche, knatschrote Socken für mein liebes Patentantchen. Diese hat nämlich ganz bald Geburtstag und da sie so gerne mal rote Socken von mir wollte, musste ich ran an die Nadeln. Ich find die echt schick, stelle aber doch immer wieder fest, dass die Regia Hand-Dye-Effekt-Garne ein ziemlich unklares Maschenbild ergeben. Also im Gegensatz zu „normaler“ Sockenwollle. Macht aber nix, ich find das ja auch bei Zopfmustern schön. Das nimmt denen ein wenig die „Steifheit“. Getauft habe ich sie übrigens „Godmother Socks“. Ich find die englische Bezeichnung für dieses „Amt“ einfach nur cool. 🙂

So genug geschwafelt. Jetzt wird noch ein wenig entspannt. Das kommende Wochenende komme ich nämlich nicht wirklich dazu. Aber hierzu später mehr…

Habt einen schönen Wochenstart!

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  1. Pingback: Kleiner bunter Möbius-Schal | * Annies Lebenslust *

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