Tribute to a friend

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Eigentlich bin ich gerade am Reinemachen. Aber da fiel mir etwas in die Hände, was ich eigentlich unlängst entsorgen wollte, es aber nie übers Herz gebracht habe: Es ist eine Karte, die wir zu unserer ersten gemeinsamen Wohnung in Dortmund bekommen hatten.

Bei solchen Gegenständen überlege ich immer, ob ich sie aufhebe oder nicht. Eigentlich hat sich das ja häufig nach ein/zwei Wochen erledigt. Wobei es mich immer seltsam anrührend stimmt, lieb geschriebene Worte einfach wegzuwerfen. Aber schlussendlich kann man nicht alles behalten.

Auf jeden Fall hat diese selbstgebastelte Karte es ziemlich lange überlebt:

Grußkarte

 

Hübsch dramatisch fotografiert, gelle? 😉

Ihr seht, sie hat die besten Tage hinter sich und verdient ihre Ruhe, nicht aber ohne die Würdigung der Person, die sie für mich/uns gemacht hat. Meine liebe Freundin aus Karlsruhe.

Ich kenne sie schier ewig, auch wenn ich in der Vergangenheit nur ganz selten für extremst kurze Augenblicke die Stadt, oder sogar das Land, mit ihr geteilt habe. Das Schöne an ihr ist aber, dass sie eine derjenigen ist, mit der man sofort wieder am letzten gemeinsamen Augenblick anknüpfen kann. Das geht längst nicht mit jedem, vor allem nicht über so einen langen Zeitraum. Zwölf Jahre? Oder sogar schon 14?

Sie ist ich glaube die einzige, die mir gehörig den Kopf waschen kann, ohne dass ich es missverstehen würde. Andersherum bekommt sie natürlich auch ihr Fett weg, wenn es sein muss. *gg* Wir haben, trotz großer Distanzen, immer Kontakt zueinander gehabt. Nicht gezwungen, sondern immer, wenn man es brauchte oder mal wieder Lust auf einen Schnack miteinander hatte. Wir agieren oft sehr unterschiedlich und doch sind wir meistens der gleichen Meinung oder haben die gleiche Tendenz zu etwas. Irgendwie absurd, aber ich glaube, das Wort gut auf uns beide zu. 🙂

Und was ist jetzt mit der Karte?

Die steht für ihre Kreativität, die sie hat und ausstrahlt, auch wenn es ihr oft nicht bewusst ist. (Theaterwissenschaftler halt. *lach*) Sie hat auch ihre Stricklaunen – anders kann man das nicht bezeichnen, sorry 😉 – und schöpft auch hier nette neue Wortkreationen wie „Wollkotze“. Ein wirklich geniales Wort für unordentlich aus dem Knäuel kommende Wolle. Halt der Kram den man immer entwirren muss, um weiterstricken zu können. Wollkotze eben. Auf jeden Fall hat sie mir ihre Einstellung von „Nun fang ich einfach mal an, das wird schon passen“ so nahegebracht, dass ich vermutlich längst nicht so weit mit meinen Fertigkeiten wäre, wie jetzt.

Und deshalb will ich ihr danken. Dafür und dass sie mich immer aufrecht hält, immer Verständnis zeigt und immer für mich da ist – und sei es auch nur am Telefon. In all der Zeit haben wir so viel miteinander erlebt und durchgemacht. Und trotzdem, oder gerade deswegen, ist sie mir eine der allerliebsten Menschen auf der Welt, die ich niemals missen möchte. Und ich will einfach, dass sie das weiß.

Danke liebste Freundin. 🙂

Und natürlich noch ein „passendes Ständchen“ dazu. *g*

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