Mandelsäckchen

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Ja, ich musste ja noch kreativ werden für die Gäste. So ganz ohne geht ja mal gaaar nicht. 😉

Also geschaut, was der Rest der Welt so tut und dann hübsch modfiziert. Und so fand ich hier natürlich sofort die Mandelsäckchen:

„Hochzeitsmandeln, eingepackt in Säckchen aus Tüll oder Organza, sind beliebte Geschenke, die das Brautpaar den Gästen als Dank an den Platz zum Abendessen legt. Ein Madelsäckchen enthält jeweils fünf Mandeln, wobei jede  eine besondere Bedeutung hat: Gesundheit, Wohlstand, Fruchtbarkeit, Glück und ein langes Leben. Der Hochzeitsbrauch kommt ursprünglich aus Italien.“
Gut, das nehmen wir. Aber Organza und Tüll zu einer Mittelalterhochzeit? Never ever! Also musste Frau selbst dran. Ein Glück, so konnte sie mal ihren Kopf und ihre Hände wieder nutzen. *g* Es ging also in die Stadt zum Stoffladen. Baumwolle? Nee, ne? Geht auch nicht. Leinen war gut. In nettem, unaufdringlichem Beige.

Und so saß ich dann vor meiner Schneidmatte, mit gewaschenem, gebügeltem Stoff:

Igitt. Rechnen musste ich. Zumal meine vorige Summe nicht stimmte, da ich mal gut 10 Leute weniger gerechnet hatte. Egal, rumprobiert. 75 Stück müssen herauskommen. Bei einer guten Größe wäre auch nicht mehr gegangen. Also gerechnet, kontrolliert und dann geschnitten:

Und jetzt ganz einfach weiter: Ränder oben und unten zwei mal einschlagen, bügeln, feststecken:

Nun knappkantig festnähen (Füßchenbreite reicht), Stoff rechts auf rechts legen (also die Umschläge außen lassen), feststecken, nähen. Dabei die Umschlagkanten nicht mitnähen, da muss ja das Band zum Zuziehen durch:

Nun Beutel umschlagen, Ecken ausformen (so wie Mama es immer schön beim Betten machen erklärt hat) und mit Hilfe einer kleinen Sicherheitsnadel oder Büroklammer zwei Sisal-Bänder von je einer Seite beginnend komplett durchziehen:

Und weil mir das dann zu spartanisch war kam noch ein Stempelchen mit einem keltischen Knoten bzw. Dreieck darauf. Das Stempelkissen ist extra zum Stoff bestempeln gedacht und hat einen „Kreide-Effekt“. Sieht richtig gut und mal so gar nicht maschinell hergestellt aus. Das dann noch mal zum Fixieren bügeln und fertig ist das Säckchen. 😀


Befüllt wird es dann später. Vermutlich werde ich blanchierte Mandeln nehmen. Mit Guss ist dann wieder zu „modern“.

Kleiner Tipp: Wer so etwas selber machen mag sollte sich wirklich viel Zeit einplanen. Es ist sehr simpel – gerade Nähanfänger können hier richtig gut einfach nur das Geradeausnähen üben – aber die Masse darf nicht unterschätzt werden. 😉

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  1. Mein Textchen ist so wahr und passt so gut auf mich, dass es beinahe unheimlich ist!! Das sind prophetische Säckchen!! 😉 Es war soooo ein schöner Abend!! ❤

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