Überraschung!

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Unfassbar, echt unfassbar, was mir da noch am Wochenende passiert ist. Ich bin immer noch ganz verwuselt. Ehrlich. Aber von Anfang.

Zunächst einmal hat der Herr Professor alles geschafft. Yes! Glückwunsch! Alles super. Ich bin ganz stolz auf ihn. 🙂

Dann war ich noch in 1000 Dingen für die Hochzeit(en) unterwegs. Probestecken beim Friseur, Schmuck kaufen, Torte aussuchen… Alles in den paar Tagen. Aber wann soll man es auch sonst machen, wenn man nicht mehr so um’s Eck wohnt? Egal. Hat alles geklappt, Annie war glücklich, Annie freute sich auf einen gemütlichen Sonntag mit ihrem Liebsten, den sie schon seit einem gefühlten halben Jahr nicht mehr hatte. Nur noch mal eben am Samstag zum Patenkind, ein bisschen im Sandkasten spielen, ein wenig mit den lieben Freunden quatschen. Dann ab nach Hause… Denkste!

In einem Moment sitze ich noch gemütlich in der Hollywood-Schaukel und stricke und führe tiefsinnige Gespräche, da kommt eine Schar Mädels um die Ecke. Meine Mädels. Sogar aus Karlsruhe und Berlin angereiste. Und schick sehen sie aus. Oh oh! Was hat das zu bedeuten? Die werden doch wohl nicht… Und ob! Ja, ich hatte schon einen Junggesellinnenabschied, steht ja auch hier irgendwo, aber nun folgte noch einer. Ich war verwirrt und baff. Egal, denn jetzt durfte ich erst einmal ein wenig Edbeersekt genießen. Gut, damit überwand ich den ersten Schock. Und dann ging es richtig los.

Angetan mit Augenbinde ging es weiter. Ab ins Auto, kurz noch meinen Zukünftigen verabschiedet, der ja alles wusste (fies, oder? 😉 ) und dann warten. Da zuvor ein Name fiel (der aber wie ich später erfahren hab aus ganz anderen Gründen gesagt wurde) hatte ich schon eine starke Vermutung, wo es hingehen würde. Und als man dann noch den Weg zur A1 und nicht zur A45 einschlug war es mir klar: Es geht ab nach Kölle! Jippie! Die Augenbinde hab ich aber brav bis ganz zum Schluss aufbehalten. Schließlich wollte ich meinen Lieben ja nicht den Spaß verderben.*g*

Und dann ging die erste Prüfung los. Annie muss zeigen, dass sie kochen kann. Okay, denkt diese sich, wie gut, dass ich das seit geraumer Zeit leidenschaftlich tue. Oder so. 😉 Es gab dann eine Gemüspfanne mit Nudeln. Sehr schön. Bestanden.

Dann musste ich meine Kreativität unter Beweis stellen. Kein Prob. Das macht Annie ja nun wirklich gerne. Also bekam ich ein Vorhängeschloss, welches verziert werden sollte. (Aha, dachte ich mir. Ich bin in Köln, es hat was mit Liebe zu tun, ein Vorhängeschloss in meinen Händen, ich glaube, ich weiß wo da der Hase hinhoppelt.) Also, wurde das Ding bemalt, beschmückt und hochzeitlich dekoriert. Auch bestanden.

Weiter ging es mit Annie herausputzen. Ich bekam Tanz-Klamotten. Oje, schon wieder ein Omen. Aber egal. In dem Outfit fühle ich mich ja immer wohl. Ich wurde gschminkt und frisiert und fand das alles voll toll. Von jeder bekam ich was geliehen oder geschenkt. Ja, sogar ein kleines schweizer Taschenmesser zur Verteidigung gegen mögliche Angreifer fand Platz in meinem BH. Hah! Jetzt komme was wolle!

Und los ging es. Raus, hinaus zur S-Bahn. Dort sollte meine Geduld auf die Probe gestellt werden. Mit der S-Bahn in die Stadt. Drei Haltestellen. *gähn* Also diese Geduld bring ich allemal auf. 😉 Wobei ein wenig stricken hätte ich noch gekonnt…

Aussteigen. Den Dom bewundern (den liebe ich ja so) und weiter geht’s. Ab zur Rheinbrücke. Ich wusste es doch. Zwischendurch noch Komplimente ob meines Outfits eingsackt. Und lustigerweise fühlte ich mich auch gar nicht fehl am Platz damit. Ich sag ja, ich fühle mich darin einfach wohl. Und meine Mädels hatten sich ja auch angepasst. Die Lieben.

An der Rheinbrücke angekommen dann das bereits Gedachte erfolgreich ausgeführt. Ich sollte das Schloss nämlich nun an dem Gitter auf der Brücke befestigen. Ist so ein Brauch für Verliebte. Und den find ich auch echt süß. Hab ich gern getan. Eigentlich soll man das ja zu zweit machen (aber ganz fest an den Liebsten denken wird wohl reichen) und dann den Schlüssel ins Wasser werfen. Letzteres vermied ich aber. Ich kann einfach keinen „Müll“ ins Wasser werfen. Das widerspricht so absolut meiner Natur. Musste ich aber auch nicht. Die bekomme ich vermutlich demnächst. Macht ja auch Sinn. Köln ist ja ewig weit weg von hier. *g*

Und dann durfte Annie Geld anschaffen. Ja genau, schließlich muss Frau ja auch ernähren können, wenn der Mann es mal nicht kann. Aber nein, als studierte Pädagogin durfte ich natürlich nicht die Jugend retten (Puh ein Glück! Die wollen das meistens nämlich gar nicht!), sondern natürlich tanzen. Manch eine zweifelte, ob ich dies machen würde. Klar, dachte ich mir, schließlich bin ich eine Bühnenfrau. Und so war dann die Welt, oder besser gesagt die Rheinterrassen, meine Bühne. Zwei mal schmiss ich je ein Solo und einmal tanzte ich mit meinen Tribal-Mädels vorm WMF. Eins dieser Dinge, die man in seinem Leben mal gemacht haben muss, dachten wir uns. Und so ertanzte ich zumindest meinen Eintritt. Wofür? Tja…

Für eine 80er-Party im „Alter Wartesaal“ direkt am Hbf. Und dann rockten wir so richtig los! Genial war das! Zumal meine Tanzmäuse und ich ja auch tanzen können. Nicht nur so links Tep, rechts Tep und bloß nich hochgucken. Nee, nee, nee. Wir tanzten und sangen und „lebten“ die 80er. Oder so. 😉 Auf jeden Fall war es megagenial!

Und dann ging es irgendwann ab nach Hause. Muss ja auch sein. War aber auch gut so. Platt und müde und überglücklich lag ich dann irgendwann in einem Bett, an dass ich an dem gleichen Morgen (ich rechne in Schlafphasen, natürlich waren wir längst nach Mitternacht erst zu Hause) noch nicht einmal gedacht hab. Ja, auch gar nicht kannte.

Es war so grandios! Und ich will noch einmal ein gaaaaaaaaanz großes Dankeschön loswerden. Mädels, ihr seid die Besten! Und ein Hoch auf meine Trauzeugin! Ich wusste und sag es immer wieder gerne, dass ich mir keine bessere hätte aussuchen können. Danke Honey! :*

Und auch einen Dank an den Herrn Professor. Der hat mich ganz schön in Schach gehalten und unterschwellig manipuliert.

„Nimm mal die kleine Extra-Tasche mit, die hab ich so gern dabei.“ Aha?

„Und pack Dir noch was für Samstag Abend ein. Wir können ja direkt nach dem Ankommen in Weimar Essen gehen.“ Ach so? Ja gut.

„Ach und lass doch auch noch Samstagabend die Kaninchen füttern. Dann sind wir nicht so im Stress.“ Wenn Du meinst…

Geschickt, geschickt, gschickt. Und schlau. Ich könnte immer noch den Kopf darüber schütteln, dass ich es nicht geckeckt hab.

Und es ist wirklich unglaublich. Ich, die ich ja eigentlich immer selbst Überraschungs-und-Geschenk-Intrigen perfektioniere, bin felsenfest davon ausgegangen, dass ich es auf jeden Fall mitbekomme, wenn etwas derartiges für mich geplant wird. Mit all den ungewollten Steinen, die ich meiner Trauzeugin in den Weg gelegt hab. Allein schon der Wegzug nach Weimar. Und dann gelingt es ihr. Gleich zwei Mal. Ich bin immer noch begeistert, ganz ehrlich.

Und so habe ich zwei unvergessliche Abende hinter mir, die mich für das Kommende gestärkt haben. *grins*

Behalten habe ich davon, neben der wunderschönenen Erinnerung, eine Flasche von dem Liebeselexier vom Mittelaltermarkt (da wird bald mal eine Tropfkerze rein kommen) mit gelbem Band, ein buntes Tamburin (dass ich aufgrund einer „im Kampfe mit meinem Rasierer zugezogener Kriegsverletzung“ leider nicht wirklich schlagen konnte, aber es immer noch total cool finde) sowie einen Hüftgürtel, der meine Taille während des Köln-Trips zierte:

 

So, wann steigt der nächste JGA? 😀

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