Annette die Adrette

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Die Tür sprang auf. „Niklas! Friedrich! Und mein kleiner Hägar! Wie schön, dass ihr endlich da seid!“ Sie umarmte jeden herzlich und strahlte übers ganze, bartige Gesicht. „Wie schön, wie schön, wie schön. Kommt rein! Kommt rein!“ Sie zog ihre Brüder zu sich in die warme Stube. Überall war es wunderbar hergerichtet. Die eine Seite des Raums erinnerte an einen Sommertag mit himmelblauer Decke und duftig-weißen Vorhängen. Darunter stand eine wiesengrüne Couch, die zwar alt war und knarrte, aber herrlich bequem aussah. Die andere Seite war in Herbstfarben gekleidet. Orange und gelb herrschten hier an den Wänden vor und dunkelbraune Möbel erinnerten an die wohlige Wärme der letzten langen Sonnenstrahlen auf den Bäumen. Insgesamt wirkte die Stube wie die Zelebrierung eines Jahreszeitenübergangs. Niklas fühlte sich sofort an die Stube in seiner Kindheit erinnert. Ihre Mutter hatte auch ein solches Heim gezaubert, in welchem die Farben des Winters und des Frühlings miteinander verschmolzen.

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