Die Wunder-Kugel-Bahn

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Draußen hielt er inne. Ein Eichhörnchen hielt ihm ein lilafarbenes Marzipanherz entgegen. „Essen!“, forderte es ihn auf. Niklas und Hägar blickten verdutzt ob der wenigen Worte, die Emmie sprach. Friedrich sah in das buschige, eindringlich blickende Gesicht und folgte der Aufforderung. Er aß das Herz und auch er erlebte die früheren Lichterfeste erneut. Und was das für Feste gewesen waren! Die Laternen überall, die warmen Feuer und all die schönen Dinge, die da in den Bäumen und Sträuchern hingen. Vieles davon hatte er selbst gebastelt, aber auch Werkstücke anderer Wichtel und Kobolde hatte er bewundert. Einmal sah er eine hölzerne, reich verzierte Bahn, die oben, irgendwo in einem der Bäume, ihren Anfang haben musste. Von dort wurden goldene, silberne und bunte Kugeln hinabgerollt. Die Bahn führte sie mal hierhin, man dorthin und zwischendurch fielen sie ein paar Nasenspitzen lang auf die nächste Ebene hinab. Dabei funkelte es stets und alle die dies sahen, waren fasziniert von dieser Farbenpracht und den wundervollen Lichtern. Und dann, wenn die Kugeln fast schon am Boden waren, hörte die Bahn abrupt auf, so dass sie ein letztes Mal fielen und auf dem Boden in tausend herrlichen Funken aufgingen. Hach, war das eine Freude! Alle jubelten und lachten bei jeder Kugel, die da hinab gerollt kam. Friedrichs Herz war ganz verzückt gewesen. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht und Vorfreude im Herzen, lief er weiter.

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