Das Runde kommt in den Sack!

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Und als die beiden sich so im Wald vergnügten und den Weg miteinander genossen zeigte sich das Wetter von seiner schönsten Seite. Die Sonne lachte durch die kahlen Bäume und malte verschlungene Schatten auf den laubbedeckten Boden.

Und wie das Bärchen so fröhlich dahinhopste, oder eher holperte, schließlich war es ungewohnt einen Fuß weniger zu haben, da rutschte es plötzlich bei einem Schritt aus und plumpste auf seinen Po. Verdattert und verwundert, wie das geschehen konnte schauten die beiden erst einander und dann den Weg an. Da lag etwas. Etwas rundes, weiß-schwarzes. Ein Ball! Und nicht irgendeiner. Nein, ein kleiner Fußball. Das Bärchen bekam ganz große Augen und flugs war es weg, hin zum Ball. Und schon saß dieser auf seiner Nase, auf seinem Rücken, sprang in die Luft, prallte gegen Bäume und wurde von allen Seiten gedrückt und gequetscht und angekaut.

„Nun steh aber mal auf“, sprach Niklas etwas genervt, schließlich wollten sie ja nicht erst am Sankt-Nimmerleinstag bei seinem Bruder eintrudeln. Aber das Bärchen hörte nicht. Es spielte und vergnügte sich weiter mit dem Ball und hörte nichts und niemanden mehr. Ob der Zeit, die da verrann, musste Niklas sich eine List überlegen. So stupste er den Bären an und sagte: „Wenn Du es schaffst, dass der Ball so hoch fliegt, wie der Baum dort drüben groß ist und er wieder direkt vor Deinen Füßen auf die Erde prallt, dann darfst Du ihn behalten und ich laufe mit Dir, egal, wie lange es dauert. Ansonsten gehe ich alleine weiter.“ Das Bärchen wollte nicht wieder alleine sein, den Ball jetzt und gleich hergeben fand es aber auch nicht schön. So ließ es sich auf den Handel ein und knallte den Ball so heftig auf den Boden, dass er hoch in die Luft flog. Er flog höher als die Baumwipfel um sie herum und fiel dann, wie ein Stein, wieder vom Himmel herab. In diesem Moment sagte Niklas zum Bärchen: „Schau, ist dort nicht ein vierblättriges Kleeblatt?“ Der Bär blickte in die gezeigte Richtung und bemerkte nicht, wie Niklas seinen Sack öffnete, den Ball direkt hinein plumpsen ließ und direkt wieder verschnürte. „Wo denn?“, fragte das Bärchen und wandte sich zu ihm um. „Oh, das war wohl nur ein Grashalm“, meinte der Wichtel-Zwerg und ging verschmitzt weiter. „Hey, ich will meinen Ball?“, rief das Bärchen, „er ist hoch genug geflogen!“. „Er ist aber nicht zu Deinen Füßen auf den Boden gefallen, oder?“, meinte Niklas und ging mit einem Augenzwinkern weiter. Das Bärchen brummelte, zuckte dann aber die Achseln und folgte ihm hinterher.

(Geschenk: Fußball-Radiergummi)

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