Kennt ihr das auch?

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Da möchte man seinem neuen Hobby frönen, in Ruhe dafür einkaufen und was ist? Da geht man extra in ein Fachgeschäft um sich beraten und inspirieren zu lassen und wird behandelt, als ob man ein schädliches Insekt wäre oder zumindest nicht würdig die angebotene Ware auch nur anzusehen. Heute war wieder so eine Situation:

Ich gehe nach der Arbeit schön in einen Stoffladen, um für das nächste Nähprojekt einzukaufen. Einen Wollstoff und passende Seide soll es werden. Nicht gerade günstig, wie ich feststellen musste, aber bei dem Ausgang war es eh egal. Ich gehe also in dieses Geschäft und finde zwei Ballen Wollstoff, die mir gefallen und mich nun nach dem Seidenstoff ausschau halten lassen. Ich also, ganz freundlich, mit nettem Lächeln, zu einer Angestellten: „Entschuldigung, ich bräuchte mal Hilfe.“ Sie bequemt sich von ihrem Katalog aufzusehen, sich meinen Wunsch mehr kritisch, denn interessiert aufzunehmen und meint nur „Ja das ist Wollstoff. Seide ist hinter Ihnen.“ Das war’s. Nichts weiter. Keine Hilfe, kein Garnichts. Einfach wieder zurück zum Katalog. Und ich meine, ich habe mich wirklich wie ein Anfänger angehört. Jemand, der schon ganz gerne Hilfe annimmt, wenn er sie auch erbittet. Und dann hab ich zwischen all dem Chiffon (ja, das kann ich sogar unterscheiden) auch nur dei Ballen Seide gefunden. *argl* Diese Dame zählte echt zu der „Ich nehme mir nur Zeit für Kunden, die sich schon im Mutterleib die erste Windel selbst genäht haben“-Fraktion. Das gibt es so häufig! Vor allem bei Handarbeitsverkäuferinnen. Mein Freund ist bei so etwas noch schlimmer dran. Der ist dann nicht nur Anfänger, nein, er gehört auch noch der anderen Art an! Eine Made, die es nicht zu beachten gilt. Dann geht sie bestimmt schon irgendwann weg. (Ja, das alles ist meine absolut subjektive Meinung, aber sie gibt es nicht ohne Grund…)

Es ist einfach so merkwürdig. Service-Wüste Deutschland, sag ich da nur. Vor allem sind diese Verkäuferinnen echt immer nur an „Ihresgleichen“ interessiert. Ebenfalls im Dinosaurieralter und bloß nicht zu viele Fragen stellend. Kein Wunder, dass ich es bisher vermieden hab zu nähen. Denn ja, so was war nicht das erste Mal.

Da lob ich mir meine gute, liebe Verkäuferin von Stickbedarf Luft nebenan, der ich erstmal mein Leid klagte. Nur leider hatte sie auch keine anderen als ihre Stickstoffe… Egal. Ich bin aus dem Stoffgeschäft übrigens erstmal ohne irgendeinen Stoff raus gegangen. Ja, ich hätte auch die von mir errechneten 60 Euro gezahlt, aber ganz ehrlich, da gehe ich lieber woanders hin, wo ich mein Geld los werde. Tse.

Aber mal zu den erfreulichen Dingen des Lebens: Mein Wochende war grandios! Wie angekündigt war ich auf der Orienta in Frankfurt. Gut, die Messe selbst war wesentlich kleiner, als ich es gedacht hätte, aber ich hab trotzdem genügend Geld ausgegeben und einen echt netten Workshop, für eine Tribal-Fusion-Choreo,  besucht. Hier mal ein Foto von mir und der Dozentin Arayana

 

Man beachte hier auch mein absolut heißgeliebtes „Tribal-Tussi“-Shirt. *g*

Ja, der WS hat echt Spaß gemacht. Muss jetzt nur noch die, in Kleinstarbeit am Abend zusammengeschriebene, Choreo auswendig lernen. Das wird noch ein Spaaaß… 😉

Und hier mal ein Foto von uns Hübschen, als Beweis, dass wir auf der Messe waren

 

Hach ja, so ein Weiberwochenende ist schon was Feines. Vor allem, mit so viel guter Laune und einem sündhaft teuren roten Eiswein. Hmmm…

So, das war es dann erstmal wieder von mir. Projektmäßig hab ich nichts fertig bekommen, aber das wird wohl dann in den nächsten Wochen wieder eher klappen.

Habt noch eine schöne Woche! 😀

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  1. Kommt mir traurigerweise irgendwie bekannt vor…
    Aber da ich nicht immer alles im Netz bestellen kann, muss ich mich eben manchmal mit der Verkäuferin in unserem Nähladen um die Ecke auseinandersetzen. Auch wenn sie mich nicht leiden kann. That’s life. 😉
    Aber mir gefällt dein Blog auf jeden Fall, werde wohl mal öfter vorbeischauen 🙂
    Alles Liebe

    • Ich glaube, das Problem kennt wirklich jeder. Wenn ich das hier so lese…

      Aber Mädels (und Jungs): Lasst euch nicht entmutigen! Es wird eine Zeit kommen, in der wir das Sagen haben werden! Lasst es uns dann nur besser machen!

      Oder so… 😉

  2. ja, ich kenne das auch 😉 Ich wohne in Mainz und hab mich total gefreut, dass du im letzten Beitrag so positiv geschrieben hast. Hier ziehen nämlich nämlich ganz viele Freunde weg und mögen es gar nicht.
    Hier im Stoffladen muss man Glück haben wer grade da ist. Mit wurde auch schonmal schleiertüll sehr rupfig mit einer rechtshänderschere von einer Linkshänderin zugeschnitten -.- Und im Wollgeschäft hat man mich nur ganz erstaunt angesehen als ich nach Leinengarn fürs Klöppeln gefragt habe. Das dünnste, was sie hatten war Filethäkelgarn. Aber immerhin wurde ich nicht ignoriert. Das passiert mir nur bei Douglas. Das Gefühl dort ist so schlimm, dass ich lieber gar nicht erst den Laden betrete.
    Und ich liiieeebe Tribal, aber habe hier bisher noch nichts schönes gefunden, dem ich mich anschließen würde.

    • Was? Mainz soll nicht schön sein? Dann sollen die mal diverse Ecken im Ruhrgebiet abklappern. 😉

      Und Klöppeln finde ich auch spannend. Aber: zu viele Hobbys, zu wenig Zeit, zu viele Hobbys, zu wenig Zeit… *lala*

      Was das Tribaln anbelangt: Meine Freundin (in der Nähe von Mainz) hat auch gerade Spaß am Tribaln gefunden. Unterricht nimmt sie noch nicht, aber dieser Leidenschaft zu zweit zu frönen, gerade am Anfang ist ja doch schon schöner. Ich kann ja mal gucken, ob sie sich schon schlau gemacht hat. 🙂

      • die Leute die Mainz nicht schön finden, kennen Wilhelmshafen noch nicht und kommen aus München. WHV ist wirklich schlimm. So schlimm kann kaum eine Ecke im Ruhrgebiet sein 😉
        Klöppeln klappt bei mir grundlegend mit selbstgebastelten Pappklöppelchen und Rolle aber hat sich auch sehr schnell wieder erledigt. Ich hab ja auch immer dieses „zu viele Hobbies, zu wenig Zeit“ Problem und den zwanghaften Drang immer wieder neues zu lernen. Nähen und Stricken sind da die immer wiederkehrenden Basics.
        Wenn deine Freundin was tribaliges findet wär das super. Ich bin bisher nur auf „orientalische Ensembles“ gestoßen, die auf Fastnachtsveranstaltungen auftreten in güldenen schlangenoptik Leggins.. dann doch lieber für mich allein.

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